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Mönchengladbach
Lauter die Kassen nie klingeln

Mönchengladbach: Lauter die Kassen nie klingeln
Verkaufsoffener Sonntag in der Gladbacher Innenstadt (hier im Oktober): Das Citymanagement rechnet mit 45.000 Besuchern. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Am zweiten Adventssonntag öffnen die Geschäfte in Gladbach, Rheydt und Rheindahlen, dazu kommt der Claus-Markt. Die jeweiligen Veranstalter sind aber trotz der großen Konkurrenz zuversichtlich. Von Marlen Kess

Kalt soll es morgen werden, vielleicht gibt es heute sogar Schnee. Gute Voraussetzungen also, um über den Weihnachtsmarkt zu bummeln und in den Geschäften nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten. Doch vielen Mönchengladbachern wird es an diesem zweiten Adventssonntag schwerfallen, sich zu entscheiden. Die Läden haben in Gladbach, Rheydt und Rheindahlen geöffnet.

In Rheindahlen ist zudem Nikolausmarkt. "Diese Kombination findet Ute von Eichborn vom Rheindahlener Gewerbekreis gut. "Aber es ist nicht in Ordnung, dass wir an drei Stellen in der Stadt am Sonntag geöffnet haben." Sie rechnet mit etwa 5000 Besuchern im Ort. Insgesamt erwarten die Veranstalter um die 70.000 Besucher.

Der Einzelhandel rechnet mit vollen Geschäften an den kommenden beiden Wochenenden. "In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Geschenke immer kürzer vor Weihnachten gekauft werden. Da Heiligabend in diesem Jahr auf das letzte Adventswochenende fällt, könnte dies eine stärkere Verteilung auf die vorherigen Wochenenden begünstigen", sagt Jan Kaiser, Geschäftsführer des Handelsverbands in Mönchengladbach. Er betont, die verkaufsoffenen Sonntage in der Adventszeit gehörten zu den wichtigsten Sonntagsöffnungen für Händler und Kunden. In den meisten Fällen sei es aber sinnvoller, verkaufsoffene Sonntage getrennt voneinander abzuhalten. "In jedem Fall kann ich nur dazu raten sich vorher mit den anderen Werbegemeinschaften abzustimmen."

Christoph Hartleb, Vorsitzender des Citymanagements in Rheydt, gibt zu: "Es ist unglücklich, dass in drei Stadtteilen die Geschäfte an einem Sonntag geöffnet sind." Hartleb führt das auf die in diesem Jahr verkürzte Adventszeit zurück. Eduard Felzen, zweiter Vorsitzender des Citymanagements Gladbach, wird deutlicher: "Es gibt die Absprache, dass die City am zweiten Adventssonntag und Rheydt am dritten verkaufsoffen hat." Dass es in diesem Jahr anders ist, sei unangenehm. Stefan Wimmers, Vorsitzender des Gladbacher Citymanagements, verweist noch auf einen anderen Umstand: "Die Planung wurde durch die Tour de France durcheinandergeworfen." Allerdings hoffe man in der City auch auf viele Besucher aus dem Umland. Dass auch in Rheindahlen die Geschäfte offen sind, ist für Felzen eher Nebensache: "Rheindahlen und der Nikolausmarkt ziehen ein anderes Publikum an."

Gleichwohl gehen Felzen und Wimmers von einem erfolgreichen Sonntag in der City mit bis zu 45.000 Besuchern aus. "Die Weihnachtsmärkte auf der Hindenburgstraße und das Weihnachtsdorf locken an jedem normalen Sonntag schon Zehntausende Besucher in die Stadt", sagt Felzen, "und dazu kommen die offenen Geschäfte und das Musikprogramm." Es treten die "Casanova Jazz Band", der Osterather Musikverein und die Groove-Bigband auf, dazu gibt es am Nachmittag und Abend im Bereich Sonnenhausplatz eine Lasershow.

In Rheydt rechnet das Citymanagement wie im vergangenen Jahr mit etwa 18.000 Besuchern "Vielleicht kommen aber auch etwas weniger, schließlich können sich die Leute nicht dreiteilen", sagt Christoph Hartleb. Für die, die kommen, gebe es ein Programm unter anderem mit drei Big Bands, die auf dem Harmonieplatz auftreten, dazu eine Kutschfahrt für Kinder und Eltern und als Höhepunkt das Konzert der Rockband Eight-Wheel-Drive auf dem Marktplatz. Die Geschäfte in Gladbach, Rheydt und Rheindahlen sind am Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet, der Rheindahlener Nikolausmarkt von 11 bis 19 Uhr. Die Weihnachtsmärkte sind regulär geöffnet, in der City von 11 bis 21 Uhr, in Rheydt von 11 bis 22 Uhr.

Quelle: RP
 
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