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Mönchengladbach
Lebenshilfe garantiert ein normales Leben

Mönchengladbach: Lebenshilfe garantiert ein normales Leben
In Frank Boss (CDU, hinten re.) und Hermann-Josef Krichel-Mäurer (SPD, daneben) waren auch Lokalpolitiker zum Austausch gekommen. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Seit mittlerweile 50 Jahren engagiert sich die soziale Einrichtung zugunsten von Menschen mit Behinderung. Von Angela Rietdorf

Gegründet wurde die Lebenshilfe 1966 in einer Küche: Mütter schlossen sich zusammen, um ihren gehandicapten Kindern ein möglichst normales Leben zu ermöglichen. Heute ist aus dem kleinen Verein eine große soziale Einrichtung geworden, die vier Wohnstätten betreibt, ambulante Hilfen anbietet, sich in der Schulintegration engagiert und Freizeitangebote macht.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres hatte die Lebenshilfe jetzt zum Elternabend in die Wohnstätte in Giesenkirchen eingeladen. In Frank Boss, dem Vorsitzenden des CDU-Stadtbezirksverbandes Ost, und Bezirksvorsteher Hermann-Josef Krichel-Mäurer waren auch Lokalpolitiker zum Austausch mit den Eltern, Mitarbeitern und Bewohnern gekommen.

Das Haus in Giesenkirchen bietet 30 Menschen mit Behinderung ein Zuhause, zum Teil schon seit vielen Jahren. Ute Fitz zum Beispiel lebt seit 20 Jahren, seit der Eröffnung 1996, hier. "Ich fühle mich hier sehr wohl", sagt sie. Ihr Alltag besteht aus der Arbeit in der Werkstatt, den gemeinsamen Mahlzeiten in der Wohnstätte, Aufgaben wie dem Tischdienst und der Wäsche, Freizeitaktivitäten im örtlichen Turnverein und gemeinsamen Feiern und Ausflügen der Lebenshilfe. Die Wochenenden verbringt sie wie die meisten Bewohner bei der Familie, in ihrem Fall ihrer Mutter.

Dieses möglichst normale und selbstständige Leben ermöglicht die Lebenshilfe mit einem Team von 26 Mitarbeitern in der Wohnstätte. Es gibt jede Menge Freizeitangebote: Hockey, Turnen, Musikschule oder Diskothek. Auch Ehrenamtler engagieren sich, basteln oder kochen mit den Bewohnern. Außerdem werden längere oder kürzere Reisen angeboten. In diesem Jahr geht es zwölf Tage an die niederländische Küste. Neben den Wohnstätten ist mit den Jahren ein zweiter Bereich gewachsen, das Betreute Wohnen, das Menschen mit geistiger Behinderung ein eigenständiges Leben in einer eigenen Wohnung ermöglicht. Regelmäßige Betreuung stellt sicher, dass die nötige Unterstützung zur Verfügung steht. Und Gemeinschaftsveranstaltungen wie Kegeln oder Kochen sorgen für soziale Kontakte.

Die Lebenshilfe sei eine Gemeinschaft, die trägt und Probleme löst. So hat es Heinz Rheinländer, der zweite Vorsitzende des Vereins, einmal in einem Interview beschrieben. Er engagiert sich seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich für den Verein.

Das 50-jährige Bestehen nimmt die Lebenshilfe zum Anlass, mit monatlichen Veranstaltungen wie Tagen der Offenen Tür oder Nachbarschaftsfesten auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.

Quelle: RP
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