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Mönchengladbach
Liebevolle Versorgung bis zum Lebensende

Mönchengladbach. Mit Veranstaltungen zeigt das Palliativnetzwerk MG vom 10. bis zum 15. Oktober, welche Hilfen es gibt. Von Simone Krakau

Das Thema Tod und Trauer macht viele Leute sprachlos. Über das eigene Lebensende, das Lebensende von Angehörigen und die Wege dorthin, möchte niemand gerne sprechen und nachdenken. Da aber auch der letzte Lebensabschnitt so viel Lebensqualität wie nur möglich verdient, ist eine gute Versorgung, Unterstützung und Pflege von hoher Bedeutung. Ärzte, Pflegedienste und Ehrenamtler machen es auch in Mönchengladbach möglich, dass todkranke Menschen ihre letzte Lebensphase weiter in ihrer vertrauten Umgebung verbringen können und dabei bestmöglich umsorgt werden.

Der Arzt Swen-Holger Quasdorff ist Internist und seit drei Jahren Koordinator des Palliativnetzes MG. In dem Netz sind viele unterschiedliche Berufsgruppen vertreten: Pflegekräfte und Ärzte, Apotheker, Seelsorger und Ehrenamtler. "Wir arbeiten Hand in Hand", betont Quasdorff. "Nur durch unseren Austausch untereinander ist eine bestmögliche Versorgung der schwerstkranken Menschen möglich." Bei den landesweiten Hospiz- und Palliativtagen, die unter dem Motto "Jeder Moment ist Leben" stehen, finden in der kommenden Woche von Dienstag bis Sonntag, 10. bis zum 15. Oktober, auch in Mönchengladbach und Umgebung zahlreiche Veranstaltungen statt.

Mit Filmvorstellungen und anschließendem Austausch, Vorträgen, Lesungen, Tagen der Offenen Türe und Informationsständen auf dem Rheydter Marktplatz sollen diverse Institutionen vorgestellt werden. Mit der Aktion auf dem Marktplatz möchten die Organisationen aber auch auf Leute zugehen und ihnen ein stückweit die Angst vor dem Thema "Tod" nehmen. Auch den Leuten, die als Angehörige eine enorme Last zu tragen haben. Conny Wolff ist Koordinatorin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und weiß, wie wichtig auch die Betreuung der Angehörigen während und, wenn gewünscht, auch nach dem Tod des geliebten Menschen ist. "Die Trauernden sollen wissen, dass sie nicht von jetzt auf gleich alleine sind", so Wolff. "Wir stehen auch nach dem Tod des Angehörigen stützend zur Seite."

Weitere Informationen zum Netzwerk und den Veranstaltungen gibt es auf www.palliativnetz-mg.de.

Quelle: RP
 
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