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Mönchengladbach
Marco Ketelaer spielt um 100.000 Euro

Mönchengladbach. Der ältere Bruder des Ex- Bundesligaprofis Marcel Ketelaer kämpft in einer neuen Fernsehshow des ZDF mit 999 weiteren Kandidaten um viel Geld. Während der Dreharbeiten in Berlin erlitt ein anderer Teilnehmer einen Herzinfarkt. Von Sebastian Bergmann

Technische Probleme, ein Mann, der reanimiert werden musste, Verletzungen und Blessuren bei mehreren Teilnehmern - die Bilanz der Aufzeichnung der neuen Fernsehshow des ZDF "1000 - wer ist die Nummer 1?" liest sich verheerend. Der Gladbacher Marco Ketelaer war bei den Dreharbeiten vor Ort und einer von 1000 Teilnehmern, die sich Hoffnung auf das Preisgeld von 100 000 Euro gemacht hatten. Dafür war der 45-Jährige extra nach Berlin gereist. Auch wenn es am Ende nicht für den ganz großen Wurf langte, ist der Stadtangestellte stolz auf seine Leistung beim TV-Wettkampf.

Von einer Kölner Casting-Agentur wurde Marco Ketelaer Anfang des Jahres angeschrieben und gefragt, ob er Lust hätte, Kandidat eines neuen Spielformates zu werden, dessen Sieger 100.000 Euro gewinnt. Wissen, Geschicklichkeit, Fitness und viele andere Fähigkeiten waren gefragt. Marco Ketelaer fühlte sich angestachelt und meldete sich zum Casting an.

In Köln musste der ehemalige Fußballtrainer des Frauen-Bundesligisten FCR Duisburg dann einen Wissenstest absolvieren und eine Kampfansage an die Konkurrenz in die Kamera sprechen. Ketelaers Motto lautete: "Zieht euch alle warm an. Denn an mir kommt keiner vorbei." Mitte Februar bekam Marco Ketelaer dann Bescheid, dass er es unter die besten 1000 geschafft hat, die sich am Flughafen Berlin-Schönefeld um das Preisgeld duellieren dürfen.

"Am Drehtag bin ich mit einigen anderen Kandidaten schon um 6 Uhr in Köln mit dem Bus in Richtung Hauptstadt gefahren", sagt Marco Ketelaer. In Berlin angekommen, ging es ab 18 Uhr mit der ersten Prüfung los - einem Hindernisparcours mit eingebauten Wissensfragen. "Das war schon nicht ohne. Wir sind in fünf Staffeln mit je 200 Menschen gestartet. Zwar hatten die Produzenten des ZDF immer wieder auf den Fair-Play-Gedanken hingewiesen, aber beim Geld hört dieser für einige auf", sagt Marco Ketelaer. Er berichtet von einem regelrechten "Hauen und Stechen" um die ersten 500 Plätze - nur so viele schafften den Einzug in die zweite von zehn Runden. Blaue Flecken und ein paar Kratzer habe auch er als Andenken mit nach Hause genommen.

"Aber im Vergleich zu einem anderen Kandidaten, der kurz vor dem Zieleinlauf einen Herzinfarkt erlitt und reanimiert werden musste, war das halb so wild", sagte Marco Ketelaer. Tatsächlich kam es während der Dreharbeiten zu einer dramatischen Rettungsaktion, bei der andere Kandidaten - darunter ein Arzt - schnell handelten und Erste Hilfe für den zusammengebrochenen Mann leisteten. Ketelaer: "Rettungskräfte waren anwesend und haben den Mann dann weiter versorgt."

Nach einer Unterbrechungspause informierte das Produzententeam die übrigen Teilnehmer über den Gesundheitszustand des 61-Jährigen und erklärten, dass dieser soweit stabil sei und man sich dazu entschieden habe, die Wettkämpfe fortzusetzen. Weiterhin im Spiel: Marco Ketelaer. "Ich war schon stolz darauf, mich gegen viele Jüngere durchgesetzt zu haben. Schließlich habe ich für diesen Wettbewerb acht Wochen trainiert, mich in Form gebracht", sagt der ehemalige Fußballspieler, der unter anderem für die Gladbacher Amateure auflief.

In der zweiten Runde ging es dann in einem zum TV-Studio umfunktionierten Flughafenhangar mit einem Wissenstest weiter. Sechs von zehn Fragen beantwortete der Gladbacher laut eigenen Angaben richtig. Zu wenig, um in die nächste Runde einzuziehen und damit das Aus für Ketelaers Traum von 100.000 Euro. "Natürlich war ich enttäuscht, dass ich es nicht weiter geschafft habe. Aber ich war von Beginn an realistisch genug, um zu erkennen, dass es gegen die ganzen jungen Leute verdammt schwierig werden würde", sagt er. Wer am Ende der Aufzeichnung um 3.15 Uhr in der Nacht als Gewinner das Geld mit nach Hause nehmen durfte, wollte er noch nicht verraten.

Ausgestrahlt werden soll die Sendung "1000 - wer ist die Nummer 1?" am Samstag, 2. Mai, im ZDF. Moderiert wird das neue Format von Johannes B. Kerner und Kate Abdo.

Quelle: RP
 
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