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Mönchengladbach
Margarethengarten: Mehr Kontrollen angekündigt

Mönchengladbach. Nach den Klagen über Dealer und Randalierer wollen Polizei und Ordnungsdienst der Stadt ihre Präsenz erhöhen. Von Gabi Peters

Laut Einsatzzahlen der Polizei ist der Margarethengarten eigentlich kein klassischer Drogenumschlagplatz, dennoch wurde gestern angekündigt: Der Wachdienst wird seine Präsenz in dem kleinen Stadtgarten erhöhen. Auch das Ordnungsamt entschied, den Bereich Margarethengarten wieder in die Prioritätenliste für den Kommunalen Ordnungsdienst aufzunehmen. Das heißt: Wie die Polizei - und abgestimmt mit den Kollegen - wird das Ordnungsamt ebenfalls im Rahmen der Möglichkeiten mehr kontrollieren. Kommunikation und Abstimmung der Einsätze von Polizei, Ordnungsamt und Streetworkern habe es aber auch schon in der Vergangenheit gegeben, so ein Stadtsprecher.

Sowohl der Verein Waldhaus 12, der den Gemeinschaftsgarten mitbetreibt, als auch die Initiative Gründerzeitviertel hatten sich in offenen Briefen an den Polizeipräsidenten und Oberbürgermeister gewandt, um auf die Missstände im Margatethengarten aufmerksam zu machen. Sie berichteten von Drogendealern, die ihre Geschäfte vom Platz-der-Republik und dem Bahnhofsvorplatz auf das begrünte und bepflanzte Baugrundstück verlagert hätten. Regelmäßig werde in dem Garten randaliert. Täglich würde sich dort eine 20- bis 30-köpfige Gruppe treffen, die Alkohol und Drogen im erheblichen Maße konsumieren würde.

Wie Polizeisprecher Wolfgang Röthgens gestern berichtete, habe es am Margarethengarten seit Anfang Juli 25 Einsätze gegeben. Darunter unter anderem: sechs wegen Randale, vier wegen Ruhestörung, zwei wegen Streitigkeiten, drei wegen Schlägereien und fünf wegen Drogendelikten. Und einmal ging es zu einer hilflosen Person. Auch die Dealer habe man im Blick, könne aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mehr dazu sagen. Röthgens forderte Bürger gestern noch einmal ausdrücklich auf, bei beobachteten Straftaten und bei Störung der öffentlichen Sicherheit die Polizei anzurufen. Außerdem lobte er das soziale Engagement des Vereins Waldhaus 12.

Das Projekt Margarethengarten war von Anfang an zeitlich begrenzt. Das leere Baugrundstück sollte sinnvoll zwischengenutzt werden. Nach fünf Jahren wird nun wohl bald Schluss sein. Das Gelände soll für ein neues Bauprojekt geräumt werden.

Quelle: RP
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