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Tragödie in Mönchengladbach
Mark S. ist beerdigt – Trauerfeier für Mittwoch geplant

Tragödie in Mönchengladbach: Mark S. ist beerdigt – Trauerfeier für Mittwoch geplant
Alle Trauergäste sind eingeladen, am Mittwoch um 10 Uhr Luftballons für den toten Jungen steigen zu lassen. (Symbolbild) FOTO: Shutterstock/Maxim Blinkov
Mönchengladbach. Der 17-Jährige, der in Mönchengladbach tot in einem Baum gefunden wurde, ist beerdigt worden. Am Mittwoch findet die Trauerfeier statt. Dort sollen die Gäste Luftballons für den toten Jungen steigen lassen. Von Gabi Peters

Der 17-Jährige ist am Dienstag im engsten Familienkreis bestattet worden. Das haben sich die Angehörigen gewünscht. Und so ist es geschehen, teilte die Stadt mit. Die Gedenkfeier für Mark S. findet aber wie geplant am Mittwoch ab 10 Uhr in der Kapelle auf dem Wickrather Friedhof statt, damit alle, die sich von dem 17-Jährigen verabschieden wollen, die Gelegenheit dazu haben. Auch der Aufruf, Mittwoch um 10 Uhr Luftballons für den Verstorbenen steigen zu lassen, bleibt bestehen. Ob an der Totenhalle in Wickrath oder irgendwo im Stadtgebiet – wer ein Zeichen für Mark S. setzen will, sollte sich an der Aktion beteiligen, sagen die Ideengeber.

Der Leichnam von Mark S. war Ende April von einem Spaziergänger in einem Baum auf einem Privatgrundstück entdeckt worden. Nach den Ergebnissen einer Obduktion war der Tod des 17-Jährigen schon mehrere Wochen zuvor eingetreten. Gestorben ist Mark S. an einer Überdosis oder an Unterkühlung. Schnell sprach sich Windberg, wo der Leichnam gefunden wurde, herum, dass es sich bei dem Toten um den Jungen handelt, der im Januar 2014 ansehen musste, wie sein Vater mit einem Messer auf seine Mutter losging. Der damals 14-Jährige ging dazwischen, wurde selbst schwer verletzt. Die Mutter starb. Ihr Körper wies 33 Stiche auf.

Von dem schrecklichen Erlebnis hatte sich der Junge offenbar nie erholt. Er lebte auf Bäumen und Dächern, zog sich immer mehr zurück, nahm keine Hilfsangebote an. Jetzt wurde er in der Nähe seiner Mutter beerdigt.

Die Angehörigen bitten darum, dass keine Fotos von Marks Grab gemacht und veröffentlicht werden. Auch in der Totenhalle sind heute bei der Andacht keine Bild- und Tonaufnahmen gestattet. Die Familie selbst will nicht an dieser Gedenkfeier teilnehmen. Das ließ sie Dienstag mitteilen.

 
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