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Mönchengladbach
Marketing-Chefin verlässt Theater

Mönchengladbach: Marketing-Chefin verlässt Theater
Sie hat eine lange Zeit am Gemeinschaftstheater verbracht. Zukünftig will Saskia Fetten Unternehmen beraten und unterstützen. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Saskia Fetten, seit 2008 am Gemeinschaftstheater, macht sich selbstständig. Zukünftig wird sie Strategieberatungen und Public Relations vornehmlich für Kultureinrichtungen anbieten. Von Inge Schnettler

Sie macht sich selbstständig. "Ich habe mir das sehr lange überlegt", sagt Saskia Fetten. Sie entschied sich, den Schritt zu wagen. "Und jetzt fühlt es sich richtig an." Die Marketingleiterin des Gemeinschaftstheaters wird zukünftig PR- und Strategieberatungen anbieten - vornehmlich für Kultureinrichtungen. Davon versteht sie viel. Seit der Spielzeit 2013/2014 hat sie im Theater die Abteilung "Kommunikation und Marketing" geleitet - und vor allem den Online-Bereich kräftig modernisiert. Mit Erfolg. "Nach einem Jahr hatten wir doppelt so viele Nutzer wie vorher." Und: "Die User sind deutlich jünger geworden." Was ihr besonders wichtig ist, "denn, wenn wir die jungen Menschen nicht mitnehmen, werden sie in ein paar Jahren, wenn sie in Aufsichtsräten und politischen Gremien sitzen, ziemlich sicher kein Interesse haben, bei klammen Haushalten, die Kulturinstitute zu unterstützen."

Saskia Fetten studierte Neuere und Ältere Philologie sowie Medienwissenschaften an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie regelmäßig als freie Journalistin - etwa für die Lokalredaktionen der "Westdeutschen Zeitung" in Krefeld und Düsseldorf sowie für den Hörfunksender "Welle Niederrhein". Ihre Laufbahn am Gemeinschaftstheater begann 2008 als Assistentin. Zusätzlich übernahm sie die Produktionsdramaturgien für die Ballett-Uraufführungen "Tschaikowskys Träume" und "Casanova" von Robert North.

"Irgendwann merkte ich, dass mir das Kaufmännische fehlte", sagt sie. Sie entschloss sich, neben ihrer Arbeit am Theater an der Quadriga Hochschule in Berlin Public Affairs & Leadership zu studieren. Sie erhielt ein Stipendium und pendelte von 2012 bis 2014 regelmäßig zwischen dem Niederrhein und der Hauptstadt. Ihr Abschluss war der Master of Business Administration.

Ihr neue Tätigkeit basiert auf zwei Säulen. "Ich biete kreative Beratungen an und motiviere potenzielle Sponsoren." Der Blick von außen sei recht häufig die Ursache für eine gewisse Betriebsblindheit. Die Frage wird immer sein, sagt sie: Was möchten Sie erreichen, und was kann ich für Sie tun?

Seit einiger Zeit gibt es am Gemeinschaftstheater die "Ladies Night". Vor und nach der Vorstellung bekommen die Besucherinnen kühle Getränke und Fingerfood. "Das kommt gut an", sagt Saskia Fetten. Die Theatergäste seien zu einem großen Teil weiblich. "Da lag es nah, dieses Angebot zu machen." Sie kann sich durchaus weitere Neuerungen vorstellen, die den Besuchern des Theaters entgegenkommen würden. Kinderbetreuung etwa. "Junge Eltern könnten in aller Ruhe die Vorstellungen besuchen, während ihre Kinder liebevoll von geschulten Kräften betreut werden."

Dem Gemeinschaftstheater wird Saskia Fetten verbunden bleiben. "Ich werde gerne privat immer wieder hierher kommen", sagt sie. Und ihre Kollegen wird sie vermissen. "Es war eine sehr gute Zeit mit tollen Kollegen."

Quelle: RP
 
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