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Mönchengladbach
Ein Laternenmeer für Odenkirchen

Martinszug in Mönchengladbach: Ein Laternenmeer für Odenkirchen
Nach dem langen Marsch, den die Kinder gegangen sind, gab es auf dem Martinsmarkt Waffeln und Crepes. FOTO: Knappe,Joerg (jkn)
Mönchengladbach. Mehr als 1500 Teilnehmer begleiteten Martin durch die Straßen und machten den Zug so zum größten der Stadt. Von Christian Lingen

Auf dem Martin-Luther-Platz stehen die Odenkirchener Showtrompeten und spielen Martinslieder. Umringt werden sie von Kindern mit Laternen, die laut mitsingen. Der Odenkirchener Marktplatz ist rappelvoll. Es riecht nach Crepes, und viele Odenkirchener stehen zusammen. Derweil wird die Pastorsgasse gerade für den Verkehr gesperrt. Auf der kleinen Straße kommen die Kinder der Grundschule Bell mit ihrer Großfackel, einem Abbild ihrer Schule, an. Auf Stöcken tragen sie ihre Laternen. Martinsfeuer, Kirchenfenster und bunte Gärtner sind da zu sehen. Die Kinder stehen brav zusammen und sind voller Vorfreude.

Während auch die Schüler der Hauptschule ankommen, steigt Sascha Esser auf einen weißen Schimmel. "Ich habe vor einigen Jahren schon einmal den Martin in Odenkirchen gespielt", erzählt er. Mit dem klassischen roten Gewand, verziert mit dem Odenkirchener Wappen, und goldenem Helm reitet er durch die Schar der Kinder an die Spitze des Zuges. Inzwischen kommen die Schüler des Gymnasiums an und werden von einer Kapelle mit dem Martinslied begrüßt. Über 1500 Menschen stehen nun dicht gedrängt auf der kleinen Straße.

Als die Glocke der evangelischen Kirche schlägt, setzt sich Mönchengladbachs größter Martinsumzug in Bewegung. Der Weg führt einmal durch die Odenkirchener City und vorbei am Badhotelweiher, wo bengalische Feuer den Park in rotes Licht gehüllt haben. In den Fenstern vieler Häuser hängen Laternen oder stehen bunte Windlichter. Am Straßenrand stehen hunderte Zuschauer mit freudigen Gesichtern. Eine halbe Stunde später kommt der Umzug auf der großen Wiese vor dem Altenheim an. Dort sitzt schon Toni Brenner als Bettler auf einem Strohballen vor einem Stapel Holzpaletten, der gerade von der Feuerwehr in Brand gesetzt wird.

Martinszüge in Mönchengladbach 2015

Aufgeregt sind inzwischen Isabella Plischka und Jenny Nolden. Die beiden Schülerinnen des Gymnasiums Odenkirchen wurden ausgewählt, über eine Lautsprecheranlage die Martinsgeschichte zu erzählen. Auch Werner Scholz ist leicht nervös. Als neuer Vorsitzender des Heimatvereins Odenkirchen ist er zum ersten Mal für den Martinsumzug verantwortlich. "Wir sind stolz, dass alles so gut funktioniert hat und so viele Menschen nach Odenkirchen gekommen sind", bedankt er sich, als sich die Teilnehmer des Umzugs rings um das große Feuer versammelt haben. Sankt Martin sei eines der schönsten christlichen Feste und da sei es wunderbar, dass so viele Menschen zusammen feiern. Nach der Martinsgeschichte spielen alle fünf Kapellen zusammen noch einmal das Martinslied und alle Kinder singen ein letztes Mal lautstark mit.

Quelle: RP
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