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Mönchengladbach
Masterplan für Stadtrandbezirke gefordert

Mönchengladbach: Masterplan für Stadtrandbezirke gefordert
Leerstand an der Hansastraße: So kann es nicht weitergehen. Das findet nicht nur CDU-Ratsherr Robert Baues. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Leerstände prägen viele Außenbezirke. Die Geschäftsleute erwarten Hilfe vom Baudezernenten. Von Inge Schnettler

Robert Baues findet: "In den Innenstädten von Mönchengladbach und Rheydt ist eine Menge passiert, beide Citys haben sich sehr positiv entwickelt." Und nun seien die Außenbezirke mal an der Reihe, sagt der CDU-Ratsherr aus Neuwerk/Bettrath. In seinem Bezirk wird Mitte des Jahres der Kaiser's-Markt an der Hansastraße schließen. "Das ist schlimm, vor allem für die älteren Menschen, die nicht mehr so mobil sind."

Baues hofft auf den Baudezernenten Gregor Bonin, der zugesagt hat, etwas für die Außenbezirke tun zu wollen. "Er kennt die Probleme, weiß, dass immer mehr Geschäftsleute aufgeben, weil die Kunden lieber in die Innenstädte und zu den Discountern auf der grünen Wiese fahren, um dort einzukaufen." Der demografische Wandel mache es aber dringend notwendig, die Infrastruktur in den Stadtrandlagen zu stärken. "Wir müssen als Politiker darüber nachdenken, wie wir den Menschen am Stadtrand Hilfestellungen geben können." Baues fordert in diesem Zusammenhang, dass Bauvorhaben deutlich schneller entschieden werden müssen. "Hardterbroich wartet beispielsweise seit Jahren auf den neuen Marktplatz." Der Leerstand in den Außenbezirken ist teilweise eklatant. Der Einzelhandelsverband empfiehlt den Geschäftsleuten, sich zu spezialisieren und mit Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und die Kunden an sich zu binden. Dass so etwas funktionieren kann, beweist die engagierte Geschäftsfrau Marlies Rennertz in Rheindahlen. Gemeinsam mit ihrem Team lädt sie neben der individuellen Kundenbetreuung - auch außerhalb der Öffnungszeiten - auch zu außergewöhnlichen Aktionen in das Modehaus No. 21 am Mühlentor ein.

Neben Modenschauen gibt es Lesungen, Vorträge, Mundart-Abende und Kunstausstellungen. "In Rheindahlen gibt es keine großen Gewerbeflächen, das Zentrum ist von kleinen Fachgeschäften geprägt", sagt Marlies Rennertz. Zur Kundenberatung gehöre nicht nur Einfühlsamkeit, sondern gern auch ein "Tässchen Kaffee und ein kleines Plauderstündchen".

Robert Baues vertraut darauf, dass sich nach dem Aufhübschen der Innenstädte auch in den Außenbezirken etwas tun wird. "Wir dürfen uns auf die Erfolge, die wir in den letzten Jahren in den Citys erringen konnten, nicht ausruhen."

Quelle: RP
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