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Mönchengladbach
Maxmo-Team ist gerüstet für das Radrennen durch die USA

Mönchengladbach. Am 20. Juni nimmt ein Mönchengladbacher Quartett die 4800 Kilometer lange Strecke von der West- zur Ostküste in Angriff. Von Thomas Grulke

Eine umfangreiche Leistungsdiagnostik, Fitnesstests in der Höhenkammer und Fahrradfahren bei 50 Grad in der Sauna - Oliver Dienst und seine Rennfahrer-Kollegen werden sich bestimmt nicht vorwerfen lassen müssen, nicht alles im Vorfeld getan zu haben für ein erfolgreiches Abschneiden in den USA. Am 20. Juni startet das Team "Maxmo" bei einem der härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America (RAAM). "Es wird auch Zeit, dass es endlich los geht. Wir haben eine wirklich harte Vorbereitungszeit hinter uns", sagt Initiator Oliver Dienst (46).

Vor zwei Jahren hatte der Apotheker die Idee eines eigenen Teams, das die Tortur quer durch die USA auf sich nimmt. Mit Norbert Nusselein (48), Sven Imhoff (43) und Christoph Bohnen (45) geht Dienst auf die 4800 Kilometer Strecke von West nach Ost durch vier Zeitzonen, über die 3000 Meter hohen Pässe der Rocky Mountains, durch trockene Wüsten und das schwülheiße Klima am Mississippi. In sechs Tagen wollen die Fahrer, die im Wechsel auf dem Rad sitzen werden, das Rennen beendet haben. Neben dem sportlichen Ziel fährt das Quartett für einen guten Zweck.

Mit der Teilnahme am RAAM will das Team mit der HilEri-Stiftung das Kinderpaliativteam Sternenboot unterstützen. Die Kinderärzte und Krankenschwestern der Einrichtung sind auf Spendengelder angewiesen, um unheilbar und schwerstkranke Kinder daheim in ihrer gewohnten Umgebung zu betreuen. Das Maxmo-Team sammelt Geld, indem es Meilen oder ganze Streckenabschnitte des RAAM an Unternehmen oder Privatpersonen verkauft. Ein Großteil der Strecke ist bereits durch Unterstützer abgedeckt, doch noch können einige Abschnitte erworben werden. So wichtig den Fahrern diese Aktion auch ist, ihr Fokus ist derzeit auf die sportliche und logistische Herausforderung des anspruchsvollen Rennens gerichtet.

Insgesamt 20 Personen umfasst die Mannschaft, die in zwei Wohnmobilen und drei Begleitfahrzeugen die Rennfahrer betreuen wird. Bei der letzten von mehreren umfangreichen Renn-Simulationen fuhr der gesamte Tross über Ostern 2200 Kilometer durch Deutschland, um die Abläufe einzustudieren. "Diese Tour hat uns gezeigt, dass das Team gut funktioniert. Das ist wichtig, denn jeder Fehler kostet Zeit", sagt Tourchef Dr. Walter Kaiser. Auch Sportwissenschaftler Christian Manunzio und Sportkardiologin Dr. Ursula Hildebrandt, die in den vergangenen Monaten die Sportler umfangreich betreut haben, sind zufrieden mit dem Leistungsstand. "Das Niveau könnte nicht höher sein", sagt Hildebrandt, die das Team auch in Sachen Ernährung berät.

Bereits am 11. Juni fliegt der erste Teil der Gruppe mit den Fahrern zur Akklimatisierung in die USA. "Der Schlafentzug wird sicher die größte Herausforderung. Ich habe zudem ein wenig Angst vor den wilden Hunden, die uns wohl vor allem an den ersten Tagen erwarten. Wir haben dafür extra Wasserpistolen besorgt. Und wenn wir mal etwas Extra-Motivation benötigen, wird die Musik aus den Lautsprechern, die wir auf die Begleitfahrzeuge montieren, etwas lauter aufgedreht", sagt Dienst.

Quelle: RP
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