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Mönchengladbach
Medienscouts sollen Mitschülern helfen

Mönchengladbach: Medienscouts sollen Mitschülern helfen
Im Berufskolleg Rheydt- Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung zeigt Meike Komatowsky (stehend) Schülern aus sechs verschiedenen Schulen den sensiblen Umgang mit Medien und deren Inhalten. Längst gewinnt dieses Thema auch in Schulen an Bedeutung. FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Mönchengladbach. Sechs Schulen nahmen an dem Projekt der Landesmedienanstalt teil. Die Schüler lernten, wie sie sensibel mit neuen Medien umgehen und ihre Klassenkameraden beispielsweise bei Cybermobbing-Attacken unterstützen können. Von Erik Acker

Nacheinander wird jeder einzelne Schüler, der an dem Projekt Medienscouts teilgenommen hat, auf die Bühne der Aula des Berufskollegs Rheydt-Mülfort gerufen. Und bei jedem einzelnen klatschen die Anwesenden, als der Name ertönt.

Die Teilnehmer, die nun ausgezeichnet wurden, werden zukünftig an ihren Schulen als Ansprechpartner für Mitschüler fungieren. Cybermobbing, das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Fotos oder Videos und die Verbreitung von gewalttätigen Inhalten sind Probleme, die während des Projektes besprochen wurden.

Hier sieht die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ihre Aufgabe - nämlich, Schülern den richtigen Umgang mit Medien zu erleichtern. Die Gesamtschule Rheydt-Mülfort, das Stiftisch-Humanistische Gymnasium, das Hugo-Junkers Gymnasium, die Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke, die Realschule Volksgarten und die Realschule an der Niers nahmen als erste Schulen aus Mönchengladbach an dem Angebot der LfM teil.

Die Zwölf- bis 14-Jährigen starteten im November das Projekt und wurden in insgesamt fünf Sitzungen in den Themen Internet und Sicherheit, Social Communities, Handy und Computerspielen ausgebildet. "Die Lehrer an unserer Schule haben das Projekt vorgestellt und gefragt, wer mitmachen möchte. Weil ich mich gerne sozial engagiere und anderen helfen möchte, habe ich mich gemeldet", berichtet Lara Schmitz, Schülerin an der Gesamtschule Rheydt-Mülfort, von den Anfängen des Konzeptes.

"Im Mittelpunkt steht hierbei die Sensibilisierung der Schüler im Umgang mit den neuen Medien", erzählt Alexander Schroers, einer der Koordinatoren vom Fachbereich Schule und Sport. Er betonte zudem, dass das Thema Datenschutz immer wichtiger werde und auch deshalb von den teilnehmenden Schulen durchweg positive Resonanz zurückkomme.

Weil die Medienscouts jetzt in ihren Schulen zum Einsatz kommen, wurden sie auch im Bereich der Beratungskompetenz geschult. "Oft wird das Projekt als Arbeitsgemeinschaft an den Schulen weitergeführt und Lehrer erkennen nicht selten eine positive Veränderung auf Seiten der Schüler", sagt Meike Komatowsky, Verantwortliche für den Inhalt der Sitzungen. Neben den Jugendlichen nahmen auch Beratungslehrer aktiv an dem Projekt teil, um den Medienscouts an ihren Schulen zur Seite zu stehen. Aber auch die Resonanz der jüngeren Teilnehmer fällt sehr gut aus.

So erzählte Anna Voß von der Gesamtschule Rheydt- Mülfort, dass es sehr gelungen sei, die Veranstaltungen "informativ und lehrreich zugleich" zu gestalten und sie sich für den Einsatz in ihrer Schule "gut vorbereitet" fühle. Das Projekt ist mit 1100 Medienscouts und der Weiterbildung von über 500 Beratungslehrern seit dem Beginn der Pilotphase im Jahr 2011 das größte seiner Art in Deutschland. Michael Linden, von der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke fand, "dass auch der Spaß während des Projektes nicht zu kurz kam".

Quelle: RP
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