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Schwerpunkt Gladbachs Gründerszene - Fünf Start-Ups Stellen Sich Vor
Medizinische Daten im Sinne des Patienten besser nutzbar machen

Patientenakten in Papierform gehören in vielen Arztpraxen bereits der Vergangenheit an. Stattdessen führen viele Ärzte eine digitale Datei. Wer eine Praxis hat, ist aber immer auch Unternehmer - und auch im kaufmännischen Bereich fallen Daten an. Abrechnungen mit Krankenkassen und die Buchhaltung verursachen Daten. Das Unternehmen Tevaris kümmert sich darum, alle Daten, die in einer Arztpraxis anfallen, miteinander zu vernetzen. "Oft werden die Daten eines einzelnen Bereichs ausgewertet. In den wenigsten Fällen wird jedoch analysiert, in welchem Zusammenhang die Daten der einzelnen Bereiche stehen", sagt Produktmanager Maximilian Muhle.

Die von Tevaris entwickelte Software soll das ändern. Dazu arbeiten Mediziner, Datenanalytiker und Programmierer der Hochschule zusammen. Es geht darum, die Kosten für Ärzte zu senken und gleichzeitig ein hochwertiges Angebot für die Patienten zu garantieren. "Wir bündeln die Daten und werten sie aus. So kann der Arzt zum Beispiel erkennen, wann er was verdient", sagt Muhle.

Neben einer Software für Arztpraxen hat Tevaris auch eine für die Krebsbehandlung entwickelt. "Letztendlich entscheidet der Arzt, welche Art der Behandlung angewandt wird. Wir können ihm aber dabei helfen", sagt Maximilian Muhle. So fallen weltweit Daten darüber an, welche Behandlung bei welcher Art von Krebs die beste ist und wie sie vertragen wird, denn jeder Patient reagiert anders. Die Software macht es möglich, jeden Patienten mit einer Referenzgruppe zu vergleichen und so die für ihn individuell beste Behandlungsmethode zu erkennen. In Zeiten, in denen Datenschutz häufig über allem steht, brauchen sich die Patienten keine Sorgen zu machen. Die mit der Software erhobenen Daten werden anonymisiert.

"Gerade die Software für die Krebsbehandlung zeigt uns, wie hoch der Bedarf ist. Wir haben sie auf verschiedenen Messen vorgestellt und häufig gehört, dass genau eine solche Software wünschenswert sei, um Patienten noch besser behandeln zu können", sagt Maximilian Muhle.

(cli)
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