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Mönchengladbach
Mehr Aufgaben für die ITK Rheinland

Mönchengladbach: Mehr Aufgaben für die ITK Rheinland
Nicola Roeb (l.), Bodo Karnbach und Irmgard Franz von der ITK am Unternehmenssitz. FOTO: lber, pixabay
Mönchengladbach. Die Kommunen setzen zunehmend auf digitalen Bürgerservice. Ein Zweckverband unterstützt sie bei der Umsetzung. Von Andreas Buchbauer

Für eine erste Auswertung ist es noch zu früh. Aber das, was im vergangenen Jahr in Mönchengladbach auf den Weg gebracht wurde, könnte Modellcharakter haben. Dort setzt das Bürgeramt ein Selbstbedienungsterminal ("Self-Service-Terminal") der Bundesdruckerei ein, das es den Bürgern ermöglicht, selbst biometrische und biografische Daten - wie zum Beispiel Fingerabdruck, Unterschrift oder Passbild - zu erfassen. Ein Angebot, das auch die Zukunftskommission Digitale Agenda, die derzeit einen Maßnahmenkatalog für die Digitalisierung der Stadt Neuss erarbeitet, in den Blick genommen hat. "Solche Selbstbedienungsterminals sind auf jeden Fall ein Vorbild für Neuss", sagt Thomas Kaumanns (CDU), Vorsitzender der Zukunftskommission. Zumal die Gladbacher bei der Umsetzung ihres Angebots Rückendeckung aus Neuss bekommen - von der ITK Rheinland. Der IT-Dienstleister hat seinen Sitz im dortigen Hammfeld.

Die von den Bürgern in Mönchengladbach eingegebenen Daten werden in die Prozesse zur Beantragung von hoheitlichen Dokumenten eingespeist. Sie werden über das Rechenzentrum der ITK Rheinland digital zur Bundesdruckerei übermittelt und fließen dort direkt in die Produktion ein. Das Ergebnis: Zeitersparnis - für die Bürger, aber auch für die Mitarbeiter der Verwaltung.

FOTO: Berns Lothar

Die Selbstbedienungsterminals sind nur ein Beispiel dafür, wie sich Verwaltung und Behördengänge in den kommenden Jahren verändern werden. Die ITK Rheinland dient dabei als eine Art Cockpit. Mönchengladbach ist das jüngste Mitglied des Zweckverbands, unter dessen Dach die Landeshauptstadt Düsseldorf und die acht Kommunen im Rhein-Kreis Neuss inklusive Kreisverwaltung 2008 ihre IT-Einheiten zusammenlegten.

Inzwischen zählt der Zweckverband elf Mitgliedskommunen, es werden die Daten von 1,3 Millionen Menschen verarbeitet. Der Anforderungskatalog wächst allerdings stetig. Die Digitalisierung zieht zunehmend in die Rathäuser ein. E-Government-Dienste, die Bürokratie abbauen und den Service für Bürger verbessern sollen, werden sukzessive ausgebaut.

Die Zukunftskommission Digitale Agenda wird 2018 ein umfassendes Konzept für die Stadt der Zukunft vorlegen, das in Neuss umgesetzt werden soll. Da werden weitere Tätigkeitsfelder auf die ITK Rheinland zukommen - und Neuss ist kein Einzelfall. "Viele Kommunen entwickeln Digitalisierungsstrategien", sagt Nicola Roeb aus dem Bereich Unternehmenskommunikation der ITK. Der Zweckverband mit seinen rund 260 Mitarbeitern sei dafür gerüstet.

Die ITK bietet ein breites Portfolio an. Unter anderem schützt sie ihre Mitgliedskommunen vor Cyberangriffen, bietet zahlreiche IT-Dienstleistungen und Produkte an - vom Kita-Navigator bis hin zur IT-Infrastruktur - und hat in diesem Jahr zwei zusätzliche Herausforderungen: die Bundes- und die zurückliegende Landtagswahl. Die ITK unterstützt die Wahlämter bei der Vorbereitung und Durchführung.

Für die Umsetzung ist das Team um Irmgard Franz, Projektverantwortliche Wahlen, zuständig. Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Schon jetzt wird die Bundestagswahl vorbereitet.

Quelle: RP
 
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