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Mönchengladbach
"MG steht auf" will wieder demonstrieren

Mönchengladbach. Am 4. Dezember wollen sich Pegida-Sympathisanten am Kapuzinerplatz treffen. Mehr als 150 haben zugesagt. Von Laura Schameitat

Auf den Flyern ist eine lächelnde Angela Merkel zu sehen. Ihr Foto ist durchgestrichen, darüber steht in dicken Buchstaben "Merkel muss weg". 1500 dieser Handzettel will die Gruppe "Mönchengladbach steht auf" bis zum Ende dieser Woche gedruckt und verteilt haben. Darauf lädt sie zu ihrer nächsten Demonstration am Freitag, 4. Dezember, um 19 Uhr am Kapuzinerplatz ein. "Demo gegen Merkel und ihre Komplizen", nennt die Gruppierung das, was sie vor hat. 159 potenzielle Teilnehmer haben auf Facebook bereits für die Veranstaltung zugesagt.

Ende Oktober hatte die Bewegung, die mit den Ansichten von Pegida sympathisiert und unter anderem behauptet, dass "Politiker dabei sind, unsere abendländische, europäische und deutsche Kultur und Identität zu zerstören", schon einmal zur Demo in der Altstadt aufgerufen. Nach Schätzungen der Polizei waren damals rund 100 Anhänger dem Aufruf gefolgt. Ihnen gegenüber standen rund 300 Gegendemonstranten des Bündnisses "Mönchengladbach stellt sich quer" aus Jusos, Karnevalisten, Falken, den Linken und einigen Gladbacher Vereinen. Trotz gegenseitiger Provokationen lief die Veranstaltung friedlich ab. Für die Demo am 4. Dezember hat das Bündnis "Mönchengladbach stellt sich quer" bisher noch keine Gegendemonstration angemeldet.

"Mönchengladbach steht auf" hat - wie auch schon für die erste Demo - strenge Regeln bekanntgegeben. So sollen alle Teilnehmer nüchtern kommen und es auch bleiben. Zudem solle nicht gegen Ausländer, sondern lediglich gegen das verantwortliche politische System skandiert werden. "Wir wollen uns noch häufiger hier treffen", hatte die einzige Rednerin der Gruppe bei der letzten Demonstration erklärt.

Zu den Terroranschlägen in Paris schreibt "Mönchengladbach steht auf" auf ihrer Facebookseite: "Der Wahnsinn des islamischen Terrors hat wieder einmal sein Gesicht gezeigt. Nicht zuletzt haben Angela Merkel und ihr Hofstaat zur Destabilisierung Europas beigetragen. Ihr Nichthandeln und die Politik der absoluten Willkommenskultur hat unser aller Sicherheit aufs Spiel gesetzt. Wir müssen jetzt die Weichen neu stellen (...), wir müssen handeln bevor es kein Zurück mehr gibt."

Quelle: RP
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