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Mönchengladbach
"MG zieht an" geht in die nächste Runde

Mönchengladbach: "MG zieht an" geht in die nächste Runde
Die Richard-Wagner-Straße wird wieder zum Catwalk - Studenten zeigen bei der Modenschau ihre Design-Stücke. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Der Campus der Hochschule Niederrhein wird am 17. und 18. Mai wieder zum Messe-Standort. Dort präsentiert sich die Textil- und Bekleidungsindustrie - und wirbt unter den Studenten um Fachkräfte. Von Denisa Richters

Keine Branche prägt Mönchengladbach so sehr wie die Textil- und Bekleidungsindustrie. Zwar hat sie Krisen erlebt, doch seit einigen Jahren "haben wir wieder eine sehr stabile Entwicklung", sagt Ulrich Schückhaus, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung WFMG. Das liegt nicht nur an Unternehmen wie Trützschler oder Aunde, van Laack oder Gardeur, die global aktiv und bekannt sind, sondern auch an einem spannenden Zusammenspiel mit der Hochschule Niederrhein. Denn sie ist europaweit der größte Studienort für Textil- und Bekleidungstechnik, setzt einen Schwerpunkt auf Forschung - ab September mit dem Fraunhofer Institut. Die Textilakademie, die 2018 eröffnet, wird architektonisch und inhaltlich ein weiteres Signal der Kooperation aus Produktion, Ausbildung und Forschung sein.

Und alle zwei Jahre wird diese Verbindung bei "MG zieht an" in der Stadt sichtbar. Es ist mittlerweile die größte textile Recruitingmesse Deutschlands. Sie findet am 18. und 19. Mai zum zehnten Mal statt - erneut auf dem Mönchengladbacher Campus der Hochschule Niederrhein. 7000 Besucher werden erwartet, 102 Aussteller und Partner sind diesmal dabei, von bei A wie Adidas bis W wie Walbusch. P & C, Esprit und Brax sind ebenso dabei wie lokale Unternehmen. "Textil ist für Mönchengladbach eine nicht wegzudenkende Leitbranche, ein Cluster und zentraler Bereich der Stadtentwicklungsstrategie", sagt Wirtschaftsförderer David Bongartz.

Das Konzept der Messe sieht Workshops, Vorträge und Matchinggespräche vor. Themen sind zum Beispiel "Mappencheck für Designer", "Vorstellungsgespräch und Gehaltsverhandlung" oder "Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg" sowie Bewerbungsfotos. Unternehmen stellen sich an Ständen und in Vorträgen vor, Studenten präsentieren Abschlussarbeiten und bieten Kollektionen zum Verkauf an. Es gibt Rundgänge über das Messegelände und eine Modenschau auf der Richard-Wagner-Straße (18. Mai, 17.30 Uhr, und 19. Mai, 12 Uhr). Der Eintritt ist frei, für Vorträge und Workshops muss man sich jedoch anmelden. Informationen unter: www.mgziehtan.de. Nur für geladene Gäste ist die Auftaktveranstaltung mit Podiumsdiskussion am Vorabend des Messestarts bei der Firma Trützschler. Der globale Produzent von Spinnmaschinen, Fasern und technischen Garnen ist seit der ersten Messe dabei. "Diese Veranstaltung ist wichtig für das Image der Textilstadt und für die Textilindustrie bei der Suche nach Fachkräften", sagt Geschäftsführer Heinrich Trützschler. Hochschul-Präsident Hans-Henning von Grünberg betont im Fachbereich mit mehr als 2000 Studenten die angewandten Wissenschaften. "Die Nähe zur Industrie haben wir in den vergangenen Jahren systematisch aufgebaut."

Die Branche biete Nachwuchskräften weit mehr als Mode, sagt Wolfgang Kleinebrink vom Verband der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Dächer in Stadien, Schichten in Skiern, Medizintechnik - innovative Textilien spielten inzwischen in allen Bereichen des Lebens eine zentrale Rolle. "Bei ,MG zieht an' wollen wir den Studenten die Wege in die Zukunft aufzeigen."

Quelle: RP
 
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