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Mönchengladbach
Minto-Plakate: Sie kommen an, sie ärgern, sie polarisieren

Das sind die Minto-Plakate und das Logo
Das sind die Minto-Plakate und das Logo FOTO: mfi
Mönchengladbach. Nummer 1: Irgendwo zwischen Düsseldorf und Roermond - und zwar nicht nur geografisch, sondern auch modisch - liegt ... ja, Mönchengladbach. Das verrät das Plakat allerdings nicht. Darauf muss der Betrachter selbst kommen. Dafür gibt es auf Nummer 2 den Hinweis an alle, die Mutti suchen, dass sie in Mönchengladbach ist, genauer "bei uns". Gesehen in Milano. Geshoppt im Minto: Das ist das Statement von Plakat Nummer 3. Von Inge Schnettler

Die Werbekampagne, mit denen Mfi auf den Eröffnungstermin des Minto am 26. März aufmerksam macht, haben innerhalb kurzer Zeit für viel Gesprächsstoff gesorgt. Also - Ziel erreicht. Dass die Bewertungen der drei Motive recht kontrovers ausfallen, spielt dabei wahrscheinlich für die Macher eine untergeordnete Rolle. Die großformatigen, farbenfrohen Werbetafeln fallen auf, sie sind jung, modern, pfiffig. Sagen die einen. Andere sehen es anders. So beispielsweise Karin und Werner Handl. Sie finden: "So schön und schick das Minto zu werden verspricht, so bieder und nichtssagend sind die Werbeplakate."

Die drei Plakat-Motive werben seit Anfang des Monats in Mönchengladbach, Viersen, Erkelenz, im Rhein-Kreis-Neuss, in Krefeld, Düsseldorf und im Grenzgebiet für das neue Einkaufszentrum an der Hindenburgstraße. Ab Montag werden sie (selbstverständlich in holländischer Sprache) auch in den Niederlanden, bevorzugt in den Städten Roermond und Venlo zu sehen sein.

Auf RP-Online und in den sozialen Netzwerken wurde kontrovers über die drei Werbetafeln diskutiert, RP-Leser schrieben aber auch an die Redaktion. Paul Franken aus Windberg beispielsweise ärgert sich über das Plakat, das Mönchengladbach im Niemandsland ansiedelt - irgendwo zwischen Düsseldorf und Roermond: "Ich fühle mich negativ bewertet." Auch Annemarie Kellers fragt: "Irgendwo im Nirgendwo - ist da Mönchengladbach?" Auch Josef Vitz meint: "Eine Identifikation mit Mönchengladbach ist für mich nicht zu erkennen." Er hätte den Slogan "Mittendrin, nicht nur geografisch: Minto - Mönchengladbach" für besser gehalten. Gesehen in Milano ... findet Vitz pfiffig. Aber er bemängelt: "Mönchengladbach ist wieder ganz klein geschrieben."

Diese Geschäfte ziehen ins Minto FOTO: Jüngermann

Karin und Werner Handl fragen: "Was soll der Quatsch? Wenn ich schon in Mailand bin, dann kaufe ich auch da." Und die Frage "Wo ist Mutti?" spreche womöglich nur eine Zielgruppe an. "Schade - eine Chance für innovative Werbung fürs Minto und für Mönchengladbach vertan", ist unterm Strich ihr Fazit. Annemarie Kellers hat geschrieben: "Für alle, die Mutti suchen ... sie kann auch bei Aldi sein."

Quelle: RP
 
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