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Mönchengladbach
Gladbach kann Cannes

Mipim 2016 in Cannes vom 15.-18. März mit NRW-Stand
Mönchengladbach. Vom 15. bis 18. März ist wieder die Immobilienmesse Mipim. Die Gladbacher Delegation reist mit breiter Brust nach Frankreich und ist so schlagkräftig vertreten wie noch nie. Am NRW-Stand ist sie mittlerweile nahezu federführend. Von Jan Schnettler

Er fahre eigentlich in erster Linie wegen des schönen blauen Mittelmeers zur Mipim nach Cannes, sagt Architekt Fritz Otten - und hat damit die Lacher auf seiner Seite. Denn die Hoffnung der Mönchengladbacher Delegation bei der Immobilienmesse, die vom 15. bis 18. März in der südfranzösischen Hafenstadt stattfindet, liegt eigentlich genau darin, möglichst wenig Zeit für Sonne und Strand zu haben. Sondern sie mit Netzwerkknüpfen, Kontaktpflege und dem Anbahnen möglicher künftiger Geschäftsbeziehungen oder Immobiliendeals zu verbringen. "Wir wollen zeigen, was funktioniert hat, wie das Minto", sagt Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. "Wir wollen zeigen, was gerade anläuft - etwa die Roermonder Höfe. Und wir wollen natürlich zeigen, was noch kommen kann - Stichworte Croonsquartier, Berliner Platz und Polizeipräsidium." Der Fokus liege einerseits auf der Innenstadtentwicklung, zum anderen auf Gewerbeimmobilien wie Nordpark und City Ost.

Zum sechsten Mal gibt es einen NRW-Gemeinschaftsstand, den die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW Invest organisiert. "Mönchengladbach war von Anfang an dabei", sagt Bereichsleiterin Anja Kühlkamp. Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt ihren Auftritt intensiviert, war erstmals im Verbund mit privaten Standpartnern vertreten. Dieses Jahr stockt sie ihr Engagement noch einmal auf: Erstmals fährt zum Beispiel der amtierende Bau- und Planungsdezernent mit nach Cannes. "Gregor Bonin wird seine guten Kontakte aus seiner Düsseldorfer Zeit einbringen können", sagt Schückhaus.

Zehn Städte sind am NRW-Invest-Stand vertreten, von Köln über Essen und Gelsenkirchen bis Dortmund. Und die Wertigkeit, die Gladbach in dieser illustren Runde mittlerweile verkörpert, bemisst sich schon daran, dass beim NRW-Empfang am 15. März OB Hans Wilhelm Reiners das Podium um Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Düsseldorfs OB Thomas Geisel, Bonns OB Ashok Sridharan und und Rasmus Beck von der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr komplettiert. "Ich war begeistert von dem Marktplatz Mipim", sagt Reiners über seine Messen-Premiere im Jahr 2015.

Und auch diese Zahl zeigt den Einfluss der Vitusstadt am NRW-Stand: Von den landesweit 20 Unternehmen, die als Standpartner fungieren, segeln alleine fünf unter Gladbacher Flagge. Mehr kann nur Aachen aufbieten. Bienen & Partner, Otten Architekten und Schrammen Architekten sind quasi schon "alte Hasen" in dem Team, das sich "MG 3.0 Masterplan Mönchengladbach & Partners" nennt. Van Pol Beheer BV, das niederländische Unternehmen, das die Roermonder Höfe realisiert, ist dazu neu im Boot, ebenso die Erkelenzer Schleiff Denkmalentwicklung. Die hat nicht nur das Quartier B. Kühlen umgesetzt, sondern war 2012 mit der Wohnkirche Herz Jesu Pesch auch für den renommierten Mipim-Award nominiert. "In den letzten Jahren waren wir mit der Stadt Aachen auf der Mipim, weil wir dort die meisten Projekte haben", sagt Geschäftsführer Georg Wilms. "Aber jetzt haben wir auch in Gladbach noch einige in der Pipeline." Die Mipim sei für sein Unternehmen im Übrigen wichtiger als die Expo Real in München.

Architekt Burkhard Schrammen bringt noch einen ganz anderen Aspekt aufs Tapet. "Es stimmt, Mönchengladbach steht im Fokus internationaler Anlieger. Aber die Mipim bietet hoffentlich auch die Möglichkeit, den Kontakt unter den Leuten aus Mönchengladbach zu intensivieren, was im Alltagsstress zuletzt leider oft untergegangen ist.

Quelle: RP
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