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Mönchengladbach
Mit Pastorale in die Sommerpause

Mönchengladbach. Orchester holt zum 7. Sinfoniekonzert Kinder als Solisten aufs Podium. Von Heide Oehmen

Bereits zum dritten Mal - und damit schon fast zur Tradition geworden -stellen im letzten Sinfoniekonzert der Saison junge Künstler ihr Können unter Beweis. Generalmusikdirektor (GMD) Mihkel Kütson und die Niederrheinischen Sinfoniker freuen sich auf das Musizieren "mit teils schon richtigen kleinen Persönlichkeiten, mit denen es Spaß macht zu proben" - so der GMD.

Diesmal präsentieren sich die Gewinner des Wettbewerbs "Bühne frei" am Mittwoch im Konzertsaal des Theaters (und nicht wie in den beiden vergangenen Jahren in der KFH). Den Auftakt macht die elfjährige Lisa Koenen mit dem Blockflötenkonzert Nr. 3 C-Dur von Robert Woodcock. Ihr folgt Hannah Forg, 13 Jahre, mit der Violin-Romanze Nr. 2 F-Dur von Beethoven. Als Jüngste interpretiert die achtjährige Cellistin Clara Stümke zwei hochvirtuose Sätze aus dem Concertino op. 51 von Bernhard Romberg. Solistin des Rondos aus dem Oboenkonzert Nr. 1 d-Moll von August Lebrun ist Sophie Stein (15). Lian Elias Schell, 10 Jahre, spielt die Élégie von Gabriel Fauré, und den Abschluss bilden zwei Sätze aus dem Hornkonzert Nr. 3 Es-Dur von Mozart mit dem Solisten Jan Breer (12).

"Mehr Ausdruck und Empfindung als Tonmalerey", so beschrieb Beethoven seine 6. Sinfonie, die beliebte "Pastorale", mit deren lichten und überwiegend heiteren Klängen der GMD und das Orchester sein in dieser Saison zahlenmäßig erfreulich gewachsenes Publikum in die Sommerpause entlassen möchten.

Kütson wird bei der Interpretation der bekannten Sinfonie nicht um jeden Preis Neues erfinden wollen. "Beethovens klarer und geistreicher Aufbau entsteht jeweils aus einem kleinen Kern, das gilt es herauszuarbeiten. Die sich oft über mehrere Takte erstreckenden Crescendi und Decrescendi sind eine anspruchsvolle Aufgabe für das Orchester. Auch müssen wir stets das 'richtige' Tempo finden, und alles muss durchsichtig bleiben", so der GMD.

Vielleicht mag der eine oder andere Musikfreund auch das zweite Konzert in der Kaiser-Friedrich-Halle besuchen. Dort erklingt ebenfalls die "Pastorale", doch im ersten Teil sind statt der Preisträger die "Sommernachtstraum"-Ouvertüre von Mendelssohn Bartholdy und ein weitgehend unbekanntes Werk des Schweizer Komponisten Arthur Honegger zu erleben. Während der seinerzeit erst 17-jährige Mendelssohn die zauberhaften Stimmungen von Shakespeares Szenario meisterlich in Musik umsetzt, erzählt Honegger in "Deliciae Basilienses" - Schweizer Volksmelodien einbeziehend - von einem entspannten Aufenthalt in Basel.

Mittwoch, 24. Juni, Konzertsaal Theater (Einführung muss diesmal entfallen); Donnerstag, 25. Juni, KFH, Beginn jeweils 20 Uhr; hier um 19 Uhr Debütkonzert mit Harfe und Gitarre.

Quelle: RP
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