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Serie Mäuse, Moos Und Mehr (5/6)
Mit Paydirekt die eigenen Daten schützen

Mönchengladbach. Das Online-Bezahlsystem der Banken und Sparkassen bietet dem Kunden eine Alternative zu etablierten Verfahren. Versprochen werden eine hohe Datensicherheit und Datenschutz nach deutschem Standard. Von Angela Rietdorf

44 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für Einkäufe im Internet aus. Für schicke Schuhe, modisch aktuelle T-Shirts, das neueste Tablet oder Kinokarten. Bezahlt wird per Rechnung, mit Kreditkarte oder auch über Dienste wie Paypal oder Sofortüberweisung. Nun präsentieren die deutschen Banken und Sparkassen ein neues Verfahren, das eine hohe Sicherheit für Kunden und Händler bietet, aber auch die deutschen Datenschutzbestimmungen und das Bankgeheimnis wahrt. Paydirekt heißt das Verfahren. Nutzer des Sparkassen-Online-Bankings finden den Paydirekt-Menüpunkt auf der Navigationsleiste. Eine App zur Kontrolle der Zahlungen gibt's kostenlos dazu.

Die deutschen Banken und Sparkassen haben sich zusammengeschlossen, eine Gesellschaft gegründet und das Paydirekt-Verfahren entwickelt und installiert. Ihr Ziel: eine Alternative zu den gängigen Systemen anzubieten. "Wir wollten, dass die Kundenwünsche im Mittelpunkt stehen", erklärt Manfred Hübner, bei der Stadtsparkasse Mönchengladbach für den Bereich Electronic Banking zuständig. Die Kunden, so haben es die Sparkassen in einer Umfrage herausgefunden, wünschen sich ein Verfahren, bei dem Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sind. Gleichzeitig soll es schnell, einfach und bedienerfreundlich sein. All diese Voraussetzungen erfüllt Paydirekt.

Die Funktionsweise ist bei allen Banken und Sparkassen gleich: Über das Online-Banking (das jeweilige Girokonto muss für das Online-Banking frei geschaltet sein) registriert sich der Kunde einmalig mit Benutzernamen und Passwort, bestätigt die Daten mit einer Transaktionsnummer und erhält eine Registrierungs-E-Mail. Schon kann er den Bezahldienst nutzen, indem er beim Bestellen Paydirekt als Bezahlverfahren auswählt.

Dann geht alles schnell: Die Bank meldet dem Händler, dass die Zahlung erfolgt. Der kann die Ware sofort verschicken, weil die Zahlung garantiert ist. Der Kunde wird per E-Mail über den Zahlungsvorgang informiert.

Alles geht fix, ist transparent und sicher für Kunden und Händler und der Datenschutz bleibt gewahrt. "Es gibt keinen Umweg über ein virtuelles Konto", erläutert Hübner. "Der Händler erhält keine Bankdaten des Kunden. Die Banken und Sparkassen verkaufen auch keine Daten oder geben sie zu Werbezwecken weiter." Die Finanzinstitute seien schließlich ans Bankgeheimnis gebunden.

"Wir leben das Bankgeheimnis auch in der virtuellen Welt", betont Stadtsparkassen-Experte Hübner. Die Server stehen ausschließlich in Deutschland, so dass die deutschen Datenschutzgesetze immer greifen.

Der Kunde, der Paydirekt verwendet, hat noch einen zusätzlichen Vorteil: Bekommt er seine Ware nicht, schaltet sich Paydirekt ein, nimmt Kontakt mit dem Händler auf und klärt den Vorgang. Zusätzlich sind alle Zahlungsvorgänge versichert, so dass der Kunde bei einem eventuellen Betrugsfall keinen finanziellen Schaden erleidet.

Das Paydirekt-Verfahren ist noch recht neu: Die Stadtsparkasse bietet es erst seit Ende April ihren Online-Kunden an. "Es stecken sehr viel Entwicklungsarbeit und gebündeltes Know-how darin, weil das System bei allen Banken und Sparkassen funktionieren muss", erklärt Manfred Hübner. Und das tut es. Das Potenzial dieses Bezahlverfahrens ist immens: Allein in Mönchengladbach können rund 60.000 Sparkassenkunden mit online geführtem Girokonto mittels Paydirekt sicher und bequem online bezahlen. In Deutschland haben von den insgesamt rund 100 Millionen Konteninhabern fast 40 Millionen Menschen ein Konto bei einer Sparkasse, die Hälfte davon nutzt auch das Online-Banking und kann daher auch Paydirekt verwenden.

"Mäuse, Moos und mehr" ist eine Kooperation von Rheinischer Post und Stadtsparkasse Mönchengladbach.

Quelle: RP
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