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Mönchengladbach
Mittelständler informieren sich beim Blauhaus-Talk über Industrie 4.0

Mönchengladbach. Diesmal nicht im Blauhaus selbst, sondern einen Steinwurf entfernt vom Energieeffizienz-Zentrum fand der zweite Blauhaus-Talk auf dem Campus der Hochschule Niederrhein statt. Professoren des Instituts für Geschäftsprozessmanagement und IT (GEMIT) informierten Unternehmer aus der Region über aktuelle Entwicklungen ihrer Arbeit zu innovativen Themen. Im Fokus stand "Industrie 4.0 im Mittelstand". Dazu gab es Kurzvorträge von Professoren der Hochschule. Von Angela Wilms-Adrians

Wilhelm Mülder referierte über Formen des "New Recruiting". "Hier geht es um die Fragen, wie Unternehmen geeignete IT-Spezialisten finden und wie diese Leute ticken", sagte der Dozent. Er berichtete, dass die traditionelle Suche über Anzeigen noch nicht ausgestorben ist. Das Institut habe aber auch Kanäle der sozialen Medien analysiert und Studenten wie auch junge Berufstätige dazu befragt, wie sich Arbeitgeber auf dieser Plattform darstellen und wie sie von ihrer Zielgruppe wahrgenommen werden. Die Analysen hätten ergeben, dass hier Nachholbedarf bestehe, auch bei XING. Mülder betonte, das für die Forschung die unkonventionellen Methoden von Interesse wären. Dazu zählte er zum Beispiel das "Trojanische Recruiting", das Dinge gezielt mit integriertem QR-Code auf die Karriereseite eines Unternehmens verschickt.

Zum Punkt "Prozessoptimierung mit Waerables" stellte Holger Beckmann Überlegungen vor, wie mit tragbaren Computersystemen in Logistik und Produktion Kosten sowie Zeit gespart werden können. Das Spektrum sei riesig und mit Fitnessmessern und Smart Watches längst im Alltag angekommen. Die Netzwerkfähigkeit könne helfen, die Schnittstellen von digitaler und realer Welt zu verknüpfen und dabei den Menschen einbinden. "Dank diverser Basistechniken ist in der Logistik bereits großes Potenzial gegeben, um Prozesse zu optimieren."

Unter dem Titel "Gamification" beschäftigt sich Claus Brell mit Anreizen, um menschliches Tun zu beeinflussen: "Spielen scheint ein Grundbedürfnis zu sein. Also benutze ich das, um Logistik näher zu bringen." Die Vorteile könnten bei Wissensmanagement, Weiterbildung und Veränderungsprozessen motivationsfördernd genutzt werden. André Schekelmann befasst sich mit der Ermittlung, Analyse und Spezifikation aller Eigenschaften eines Softwaresystems über die Dauer von dessen Lebenszyklus. Laut einer Studie habe die Hälfte aller Unternehmen Probleme in dem Bereich. Ein besonderes sei das Zusammentreffen vieler Domänen. Oft seien dabei Kontexte nicht vorhersehbar und Konflikte ein Problem.

Quelle: RP
 
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