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Mönchengladbach
Mittendrin ein kreisrundes Ei

Mönchengladbach. Bettrath (gam) Man könnte fast sagen, Bettrath liegt ein wenig versteckt. Wer in den Ort hineinfahren will, muss unter Eisenbahnbrücken oder durch Tunnel fahren. Hohe Lastwagen haben da keine Chance. "Als das gebaut wurde, hat noch niemand damit gerechnet, dass es die mal geben wird", sagt Franz Weißnar. Ein Umstand, den er nicht gerade bedauernswert findet. "Hier ist es jetzt ruhig", sagt er.

Wenn er aus dem Fenster seiner "Almhütte", Am Hommelsbach, schaut, sieht er viele Häuser, die erst in den letzten 30 Jahren hier gebaut wurden. "Als ich hier herzog, war das alles Feld und Wiesen", erinnert er sich. Eine Vorstellung von der Entwicklung Bettraths bekommt man, wenn man die alte Postkarte von 1900 sieht, mit der Besucher ihren Familien und Freunden einen "Gruss aus Bettrath" sandten. Freie Plätze und Straßen, keine Autos.

Eine schiefe Kreuzung

Heute fahren eine Menge Autos durch den Ort. An der Kreuzung Hovener Straße, Asdonkstraße und Dünner Straße laufen die Hauptverkehrsadern des Ortes zusammen. Mit der abknickenden Vorfahrt, in die zwei Straßen hineinführen, ist die Kreuzung vor der Brücke zu Neuwerk etwas schief und unübersichtlich geraten. Aber das soll sich bald ändern.

Schon in wenigen Wochen rollen die Bagger an, um aus der schiefen Kreuzung einen gleichmäßig runden Kreisverkehr zu machen. Nach der Frühkirmes im Mai werden die Bauarbeiten beginnen. Dann bekommt Bettrath ein kreisrundes Ei. Denn die ursprünglich geplante ovale Form des Kreisverkehrs wird nicht realisiert.

Den Bettrathern macht das nichts aus, sie haben dem Verkehrsknotenpunkt bereits einen Namen gegeben und ihn liebevoll "Hovener Ei" getauft.

Quelle: RP
 
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