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Mönchengladbach
Mode als Familienangelegenheit

Mönchengladbach: Mode als Familienangelegenheit
Tim Meisen ist einer der Inhaber des Ladens, der einst an der Korschenbroicher Straße beheimatet war und nun in der Mönchengladbacher Innenstadt ein neues Lokal bezogen hat. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Der neu eröffnete "Insider"-Store möchte nach langer Arbeit und einigen Anlaufschwierigkeiten Kunden in der Gladbacher Innenstadt überzeugen. Tim Meisen (26) führt das Geschäft mit seinen Eltern. Von Sebastian Eussem

Ein Schild im Laden des "Insider-Stores" gibt die Richtung vor: "Swag is for boys - Class is for men" steht auf diesem geschrieben. Unter dem "Swag" versteht man eine lässig-coole Ausstrahlung, die vom englischen Verb "to swagger" (prahlen, angeben) abgeleitet ist. Lässige Outfits sind auch im Insider-Store zu bekommen, im Vordergrund steht aber klassische, schicke und elegante Freizeit-Mode: "Wenn die Leute Wert auf Qualität und Individualität legen, sind sie bei uns definitiv an der richtigen Adresse", sagt Tim Meisen, einer der Inhaber des Ladens.

Dieser war einst auf der Korschenbroicher Straße beheimatet, öffnet nun aber seine Pforten auf der Stepgesstraße 26 im ehemaligen "Betten Baues" - Geschäft. Das Ladenlokal wurde vier Monate lang intensiv in eigener Handarbeit umgebaut. Der Umzug ins Stadtzentrum soll sich lohnen, man möchte den Kunden etwas bieten: "Man hat das Gefühl, dass die Zeit immer schneller wird. Wenn die Kunden schon einmal in der Stadt unterwegs zum Einkaufen sind, möchten wir ihnen etwas Gutes tun, direkt erreichbar sein und ihnen nicht noch zusätzliche Fahrtzeiten zumuten. Wer sein Auto in der Stadt abstellt, ist schnell bei uns", hofft der Jungunternehmer, der mit seinen Eltern Hans und Silvia die Geschicke des Ladens leitet.

Gerade Hans Meisen hat durch jahrelange Erfahrung im Handel mit Mode reichlich Kontakte aufgebaut, die auch in den Borussia-Park reichen. Seit zehn Jahren ist der leidenschaftliche Fan in der Business-Lounge zu Hause, hat in dieser Zeit viele Kontakte und Freundschaften zu lokalen Händlern aufgebaut. "Mein Vater hat im positiven Sinne ein ziemlich loses Mundwerk und kennt mittlerweile so ziemlich jeden", bescheinigt Tim. Auch einige ehemalige Kicker der Borussia darf Meisen zu seinem Freundeskreis zählen. Einige von Ihnen, wie Thomas Kastenmeier oder Bachirou Salou sind auf einer großen Leinwand im Büro zu sehen. Sie zeigt die Pokal-Sieger-Mannschaft aus dem Jahre 1995. Doch nicht nur über Fußball-Helden von einst, auch über den Besuch von anderen Kunden wird sich logischerweise gefreut. Doch noch nicht jeder weiß um die Eröffnung des neuen Ladens: "Einige gehen am Laden vorbei, glauben aber, dass wir noch nicht geöffnet haben. Wir werden in dieser Woche noch unsere Außenwerbung fertig stellen und auch in der Innenstadt auf uns aufmerksam machen", verspricht der 26-Jährige.

Er stieg nach einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann samt anschließender Arbeitserfahrung in einer Düsseldorfer Agentur ins Familienunternehmen ein und soll das Geschäft auch für jüngere Kunden interessant machen. Junge und angesagte Labels sollen im Laden verfügbar sein. Man erhofft sich zudem, dass sich die Kundschaft aus dem Minto auf den rund 200 Meter langen Weg in Richtung Stepgesstraße macht. "Das Minto ist ein wahrer Segen für uns. Es bringt so viele Menschen in die Stadt und hoffentlich auch zu uns", hofft Tim Meisen.

Die Bauarbeiten auf dem Sonnenhaus-Platz, der Minto und Stepgesstraße noch trennt, nach Abschluss des Umbaus aber verbindet, sind dafür noch ein Hindernis, die Vorfreude auf den Sommer ist bei Familie Meisen jedoch ungebrochen: "Wir freuen uns darauf, bald unsere Sommermode präsentieren zu können." Mit Aktionen, wie beispielsweise Fingerfood an verkaufsoffenen Sonntagen, möchte man einen authentischen Rahmen für das Angebot schaffen.

Quelle: RP
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