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Mönchengladbach
Gladbach gedenkt des Volksvereins

Mönchengladbach: 125 Jahre Volksverein
Im Museum Schloss Rheydt werden digitalisierte Schriften gezeigt. FOTO: KN
Mönchengladbach. Vor 125 Jahren gründete sich der Volksverein für das katholische Deutschland. Von Tim Specks

In der Historie des Volksvereins für das katholische Deutschland spielt Mönchengladbach eine prägende Rolle. Zwar wurde der Verein 1890 in Köln gegründet, seinen Sitz hatte der Verein aber zunächst im Privathaus des Gladbacher Unternehmers und Mitgründers Franz Brandts. Die Stadt galt bald als Heimat des katholischen und politischen Katholizismus. Bis zu seiner Auflösung durch die Nationalsozialisten am 21. Juli 1933 sah der Volksverein in der Bekämpfung der Sozialdemokratie und der Propagierung der christlichen Sozialreform seine Ziele. Mit einem vielseitigen Programm wird nun in Mönchengladbach des Gründungstags gedacht, der sich am 24. Oktober zum 125. Mal jährt.

Auftakt des mehrtägigen Programms ist eine Lesung von Hans Schürings zum sozialen Katholizismus und der Gründung des Volksvereins am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr im Museum Schloss Rheydt.

Es folgt ein Pontifikalamt im Münster am Samstag, 24. Oktober, um 10 Uhr, unter der Leitung von Hauptzelebrant Dr. Franz-Josef Overbeck, dem Bischof von Essen.

Am darauffolgenden Sonntag eröffnet dann die Ausstellung "Buch und Bild für's Volk: Der Volksverein für das katholische Deutschland und seine soziale Arbeit für alle Berufsstände" im Museum Schloss Rheydt. "Es wird eine Ausstellung der neuen Art", so Dr. Klaus Möhlenkamp, stellvertretender Leiter des Museums. In Kooperation mit der Stadtbibliothek wurden 500 Schriften des Volksvereins digitalisiert. Während der Ausstellung können diese nun an modernen Arbeitsplätzen eingesehen werden. Daneben soll auch die Atmosphäre der damaligen Bibliothek des Volksvereins im Museum greifbar werden. Hierzu wird Mobiliar aus den 1920er Jahren aufgestellt. Zudem findet die Ausleihe von Werken über Ausleihscheine der damaligen Bibliothek statt. "Wir wollten die Besucher nicht einfach an ein paar aufgeschlagenen Büchern vorbei laufenlassen", sagt Dr. Klaus Möhlenkamp. Die Ausstellung endet am 29. November, die digitalisierten Werke sollen aber noch weiter einsehbar sein. "Alle Werke, die digitalisiert wurden, werden wir anschließend im Stadtarchiv in Rheydt zeigen. Wir starten damit die digitale Volksvereinsbibliothek. Somit lebt die Ausstellung weiter", so Guido Weyer, Leiter des Fachbereichs Stadtarchiv und -bibliothek. Abschluss des Jubiläumsprogramms ist der Vortrag "Laudato si - eine Spurensuche am Niederrhein" von Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach am Donnerstag, 26. November, um 19.30 Uhr in der Betriebsstätte des Volksvereins Mönchengladbach.

Quelle: RP
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