| 17.24 Uhr

Mordkommission ermittelt
20-Jähriger bei Messerstecherei schwer verletzt

Mönchengladbach. Bei einer Messerstecherei in der Mönchengladbacher Altstadt ist in der Nacht zum Sonntag ein 20-Jähriger schwer verletzt worden. Ein 17-Jähriger soll mehrfach auf das Opfer eingestochen haben. Die Polizei nahm den jungen Mann fest, ein Haftrichter ordnete am Sonntag Untersuchungshaft an. Von Andreas Gruhn

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Presseerklärung mit. Der 20-Jährige erlitt bei der Attacke schwere Verletzungen, Lebensgefahr bestand allerdings nicht.

Gegen 22 Uhr gerieten zwei rivalisierende Gruppen junger Männer auf dem Alten Markt in Mönchengladbach in einen massiven Streit. Auch Alkohol soll im Spiel gewesen sein. Im Verlauf der Auseinandersetzung liefen beide Gruppen über den Kapuzinerplatz in Richtung Viersener Straße. In Höhe des Kinocenters eskalierte der Streit. Der 20-Jährige versuchte zu fliehen, stolperte aber. Daraufhin stürzte sich der 17-Jährige den bisherigen Ermittlungen zufolge auf sein Opfer und stach dem am Boden liegenden Kontrahenten mehrfach in die Brust.

Täter lebt in Baden-Württemberg

"Dadurch nimmt man den Tod des Anderen in Kauf", sagte Staatsanwalt Stefan Lingens zum Vorwurf des versuchten Totschlags unserer Redaktion. Der 17-Jährige hat in den Vernehmungen bisher keine Angaben gemacht. Das Opfer hat bereits ausgesagt. Wie unsere Redaktion erfuhr, wurde der 17-Jährige in Mönchengladbach geboren, lebt aber seit einiger Zeit in Baden-Württemberg.

Die Kriminalpolizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittler stellten ein Messer sicher, ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, muss die Spurenauswertung zeigen. Die Ermittler müssen nun eine Reihe von Zeugenaussagen auswerten, um den komplexen Tatablauf zu rekonstruieren. Die Kripo sucht unbeteiligte Zeugen, die Angaben zu den Auseinandersetzungen machen können. Hinweise an Tel. 02161 290.