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Videoüberwachung
Kameras in Gladbacher Altstadt haben sich bewährt

Mönchengladbach: Kameras in der Altstadt laufen bis August 2018 weiter
Insgesamt acht Kameras sind in der Altstadt und in der Waldhausener Straße installiert. FOTO: Raupold
Mönchengladbach. In der Altstadt von Mönchengladbach ist die Zahl der Straftaten zurückgegangen. Polizeipräsident Mathis Wiesselmann führt das auf den verstärkten Einsatz von Kräften und die Videobeobachtung zurück. Die Kameras sollen eingeschaltet bleiben. Von Gabi Peters

Dank der Videobeobachtung konnten in der Altstadt mehr Straftaten verhindert und mehr Täter identifiziert werden. Als am 21. Januar 2012 die verfeindeten Rockergruppen Hells Angels und Bandidos aufeinander losgingen, erkannte die Polizei auf den Kamerabildern, dass die ganz großen Bosse der berüchtigten Motorradclubs mit dabei waren. Als nach der Saisoneröffnung von Borussia im Juli 2009 deutsche Hooligans in der Altstadt Jagd auf englische Fans machten, ging die Polizei binnen Minuten dazwischen und konnte 21 Schläger ermitteln. Einer der Haupttäter ging wenige Monate später in Haft. Auch Sexualtäter, Antänzer und Räuber konnten durch die Videoüberwachung schon identifiziert und später zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Das zeigt, dass die Beobachtung nicht nur der Gefahrenabwehr, sondern auch der Beweismittelfindung und der Täterüberführung dient. Zwei Wochen lang dürfen die Bilder gespeichert werden, dann müssen sie aus Datenschutzgründen gelöscht werden.

Seit September 2004 wird die Altstadt mit Kameras überwacht. Im Juli 2016 wurde die Anlage modernisiert und erweitert. Acht Kameras im Kernbereich der Mönchengladbacher Altstadt werden an den Wochenenden zu den Nachtstunden sowie zu besonderen Anlässen eingeschaltet - wie beispielsweise beim Weihnachtsmarkt 2016. Zwei Beamte beobachten dann das Geschehen in den entsprechenden Straßenzügen und können bei Bedarf Einsatzkräfte der Polizei schnell und zielgenau zu sich anbahnenden Konflikten oder Straftaten schicken.

Videoüberwachung  muss jährlich neu genehmigt werden

Obwohl sich die Videobeobachtung bewährt hat, muss der Polizeipräsident sie jedes Jahr neu genehmigen. Genau dies ist am Donnerstag geschehen. "Auf diese Weise gelingt es uns in einer Kombination von Videobeobachtung und starken Kräften auf der Straße, Straftaten direkt zu verhindern oder Auseinandersetzungen schnellstmöglich zu beenden", erklärt Polizeipräsident Mathis Wiesselmann.

Seit dem 4. Januar vergangenen Jahres wird parallel zur Schaltung der Videobeobachtungsanlage mit verstärkter Personalaufstellung gearbeitet. "Damit haben wir große Erfolge erzielt, wir haben unsere Einsatzstunden vervierfacht und die Maßnahmen vor Ort um ein Fünffaches gesteigert", so Wiesselmann.

Obwohl im gesamten Stadtbereich die Zahl der Einsätze angestiegen ist und sich diese Tendenz auch in der Altstadt verwirklicht hat, sei die Zahl der in der Altstadt festgestellten Straftaten deutlich zurückgegangen. Während 2015 in dem videobeobachteten Bereich noch 827 Straftaten registriert wurden, waren es im Jahr 2016 nur noch 608. Diese Entwicklung sei auch für das erste Halbjahr 2017 erkennbar, so die Polizei. Mit 226 Straftaten sei ein erneuter Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016, in dem 254 Straftaten registriert wurden, feststellbar.

Quelle: RP
 
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