| 10.14 Uhr

Mönchengladbach
Mahnwache für Opfer des illegalen Autorennens

Mönchengladbach: Mahnwache für Opfer des illegalen Autorennens
An der Unfallstelle erinnern ein Kreuz, Blumen und Kerzen an den getöteten 38-Jährigen. FOTO: Andreas Gruhn
Mönchengladbach. Am kommenden Freitag soll eine Gedenkminute für den 38 Jahre alten Fußgänger eingelegt werden, der in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni bei einem illegalen Autorennen starb. Von Gabi Peters

Die Teilnehmer wollen sich um 19.30 Uhr am Berliner Platz treffen und von dort gemeinsam zum Unfallort an der Fliethstraße ziehen, wo eine Mahnwache geplant ist. Angemeldet wurde die Veranstaltung vom Verein "Bike-Kitchen", der sich als Selbsthilfewerkstatt für Fahrradreparaturen sieht.

Der 38-Jährige war von einem Auto erfasst worden, das mit mindestens 90 km/h auf der Fliethstraße unterwegs gewesen war, auf der nur Tempo 40 erlaubt ist. Durch den Zusammenprall wurde der Fußgänger 36 Meter durch die Luft geschleudert. Die Rettungskräfte waren bereits drei Minuten später am Unfallort. Sie hatten noch versucht, das Unglücksopfer zu reanimieren, doch es starb an seinen schweren Schädelverletzungen. Die drei mutmaßlichen Raser konnte die Polizei schnell ermitteln. Der Unfallfahrer (28) sitzt mittlerweile wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Polizei stellt tödliches Autorennen nach

Petition für Unfallfahrer mittlerweile gelöscht

Polizei stellt den tödlichen Raser-Unfall nach FOTO: Günter Jungmann

Auf der Internet-Plattform "OpenPetition" war unter der Überschrift "Raserunfall mit Todesfolge in Mönchengladbach - ist kein Mord!" eine Petition für den Unfallfahrer gestartet worden. Darin hieß es unter anderem: "In dem Fall (...) lag keine Mordlust vor, sondern eher eine, aus einem Affekt heraus entstandene Tragödie. Was durch die Medien noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist, dass der Fahrer (...) in die Gegenfahrbahn geraten ist, weil er abgedrängt worden ist. Er hatte nicht den Vorsatz, in den Gegenverkehr zu fahren, geschweige denn jemanden in Gefahr zu bringen oder zu töten."

Die Petition ist mittlerweile wegen "Nichtbeachtung der Nutzungsbedingungen" gesperrt worden. Das Internet-Portal erklärt: "Petitionen mit falschen Tatsachenbehauptungen beziehungsweise Tatsachenbehauptungen ohne geeignete Quellenangaben werden beendet."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Mahnwache für Opfer des illegalen Autorennens


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.