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Santander-Marathon in Mönchengladbach
Musik und Zuschauer feuern Läufer beim Marathon an

Mönchengladbach: Gute Stimmung beim Santander-Marathon 2017
Mönchengladbach: Gute Stimmung beim Santander-Marathon 2017 FOTO: Dieter Weber
Mönchengladbach. Es grummelte, Unheil drohte. Kurz vor dem ersten Start beim Santander-Marathon fing es an zu regnen. Sollte es wie im Vorjahr eine Absage der gesamten Veranstaltung geben? Dieses Mal nicht. Das Gewitter zog vorbei, und mehr als 3500 Teilnehmer liefen durch die Gladbacher City. Von D. Weber und C. Lingen

Rund  950 gingen auf die 10-Kilometer-Distanz, etwa 1400 hatten sich den Halbmarathon (21,1 Kilometer) ausgesucht, und circa  500 Ausdauersportler wagten sich auf die 42,195 Kilometer-Distanz. Dazu gab es Läufe für Kinder und diverse Staffeln.

Mittendrin war Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der rund 63 Minuten für die zehn Kilometer brauchte und ein erstes Statement abgab: "Schöne Strecke, tolle Stimmung in Eicken und da vor allem am Schillerplatz." Der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Terhaag hatte sich die Halbmarathondistanz ausgesucht und gehörigen Respekt: "Es ist mächtig warm. Da darf ich nicht zu schnell angehen."

Santander-Marathon 2017 in Mönchengladbach

Eigentlich sollte der Kapuzinerplatz der große Mittelpunkt des Rahmenprogramms sein. Dort war eine große Bühne aufgebaut und es gab Musik. Doch viele Zuschauer war es bei den schwül-warmen Temperaturen nachmittags noch nicht so nach Feiern: Sie setzten sich lieber ins Café – die waren rappelvoll. Eng wurde es vor dem Minto. Auf den Treppenstufen knubbelten sich zeitweise die Zuschauer und feuerten die Läufer lautstark an. Hier hatte sich das Feld der Starter weit auseinandergezogen. Kondition und die Temperaturen hatten auf dem Weg zur Hindenburgstraße für eine sportliche Vorentscheidung gesorgt.

Das Konzept, Sport mit Musik zu verbinden, ging auf: An den sogenannten vier Quickspots auf der Strecke ging's rockig zu. DJs legten auf und machten einen Streifzug durch die Rockgeschichte. Viele Läufer inspirierte das: Sie hoben die Arme und klatschten im Takt der Musik mit. Wer das machte, bekam einen Extra-Jubel.

Es gab aber auch teilweise massive Kritik an den Absperrungen, die für den ganzen Samstag andauerten: Auf den Umgehungsstraßen wie zum Beispiel der Hohenzollernstraße staute sich der Verkehr zeitweise über mehrere hundert Meter. Anwohner berichteten, dass sie ihre Häuser und Wohnungen über Stunden nicht mehr erreichen konnten und weite Umwege in Kauf nehmen mussten.  Kleinunternehmen sahen sich nicht in der Lage, Auslieferungen zu machen. Warum macht man den Marathon nicht an einem Sonntag statt an einem Samstag, hieß eine oft gestellte Frage.

 
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