| 07.16 Uhr

"Germanys Muslims" in Mönchengladbach
Muslime im Rocker-Outfit gründen Bürgerwehr

Mönchengladbach. Ihre schwarzen Shirts mit den Abzeichen und Logos erinnern an die Kutten der Hells Angels. Die "Germanys Muslims" aus Mönchengladbach wollen Muslime vor "dem immer größer werdenden Islamhass schützen". Von Gabi Peters

Die Gruppe distanziert sich von Gewalt - doch unter den Mitgliedern sind auch Salafisten. Wie bei den Rockern gibt es auch bei "Germanys Muslims" einen "President" und einen "Sergeant". Doch mit einem Motorradclub oder Rockern haben die Mitglieder nach eigenem Bekunden nichts zu tun. Die "Germanys Muslims" verstehen sich als eine Art "Bürgerinitiative für Muslime".

Auf Facebook distanziert sich die Gruppe klar von Gewalt. "Wir stehen für ein friedliches Zusammenleben zwischen Muslimen und Nichtmuslimen", steht dort. Und: "Wir sympathisieren nicht mit dem IS und sind gegen Zwang im Glauben und in der Ehe."

Sergeant gilt als Gefährder

Wie viele Mitglieder die Gruppe hat, ist nicht bekannt. Bei Facebook gibt es "Germanys Muslims"-Seiten für Mönchengladbach, Münster und Stuttgart. Alleine die Gladbacher Seite erhielt bereits mehr als 600 Likes. Der President und Gründer der Gruppe ist Konvertit, wohnt in Mönchengladbach, gilt bei der Polizei nicht als Islamist und ist auch nicht als gewaltbereit bekannt.

Bei dem Sergeant sieht das anders aus. Er kommt ebenfalls aus Mönchengladbach und gilt als "Gefährder". Außerdem zeigen sich zwei weitere Männer im Internet in "Muslim-Kutten" beziehungsweise bekennen sich als Anhänger, die als Salafisten gelten. Auch deshalb geriet die Gruppe in den Blick der Staatsschützer.

(gap/RP)
 
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