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Mönchengladbach
Studenten bauen Boliden aus Flachsfasern

Mönchengladbach: Racing-Team baut Boliden aus Flachsfasern
Das HSNR-Racing-Team präsentiert den neuen Rennwagen. FOTO: HN
Mönchengladbach. Das erste Rennen der Saison bestreitet das Hochschul-Team vom 12. bis zum 14. September in Italien. Von Lisa Schmitz

Mit einer Karosserie aus Flachsfasern ist der neue Rennwagen des Racing-Teams der Hochschule Niederrhein ausgestattet. Technisch baut das Auto auf dem Modell des Vorjahres auf. "Hier haben wir nur Details verbessert", sagte der technische Leiter des Teams, Marco Limbach. Das erste Rennen der Saison bestreitet das Hochschul-Team vom 12. bis zum 14. September in Italien.

"Dieses studentische Projekt macht mich glücklich", sagte Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg vor rund 330 Gästen bei der offiziellen Vorstellung des neuen Boliden. "Dieses Investment der Hochschule hat sich dermaßen gut entwickelt, dass wir alle stolz darauf sein können. Das Formula-Student-Team ist der beste Beweis für eine praxisorientierte Hochschule", sagte von Grünberg. Für die anstehende Rennsaison ist das Team bis in die Haarspitzen motiviert.

Ziel ist eine weitere Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Dabei zehrt das ganze Team noch von einem besonderen Moment im März 2015: "Unsere Begegnung mit Sebastian Vettel hat uns allen noch einmal einen besonderen Motivationsschub gegeben. Wenn sich ein vierfacher Formel-1-Weltmeister in dein selbstgebautes Auto setzt, ist das etwas, von dem man noch lange träumt", sagte Teamleiter Büchner. Das HSNR-Racing-Team hatte den Heppenheimer im Rahmen einer Sponsoring-Aktion bei der Santander Bank in Mönchengladbach getroffen.

Besonderen Dank sprach Büchner den Sponsoren des Formula-Student-Teams aus. Neben dem Energieversorger NEW ist mit dem Ratinger Ingenieurdienstleister ypsilon3 ein weiterer Hauptsponsor an Bord gekommen. Aber auch die langjährigen Wegbegleiter vom Autohaus Borgmann, imat-uve und MLP wurden ausführlich gewürdigt. Im Gegensatz zum Vorjahr wird es 2015 allerdings kein Elektro-Modell geben: "Dafür hat schlichtweg die Zeit nicht gereicht", sagte Büchner.

Bei der 1981 in den USA gegründeten weltweiten studentischen Rennserie Formula Student sollen Studenten Lehrinhalte praktisch anwenden. Sie sammeln Erfahrungen in den Bereichen Konstruktion und Fertigung und lernen die wirtschaftlichen Aspekte des Automobilbaus kennen. Die Hochschule Niederrhein ist seit 2011 dabei. Der jetzt vorgestellte RS-15c das inzwischen vierte Verbrenner-Modell.

Quelle: RP
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