| 15.30 Uhr

Silvesternacht in Mönchengladbach
Viele Betrunkene, Raufbolde und Randalierer

Fotos: Telefonzelle gesprengt - viele Haushalte ohne Strom
Fotos: Telefonzelle gesprengt - viele Haushalte ohne Strom FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. Die Silvesternacht war eine arbeitsreiche für Hilfs- und Ordnungskräfte der Stadt. Sogar am Neujahrstag musste sich die Polizei noch um eine hilflose Person kümmern, die nicht mehr wusste , wo sie war und wie es nach Hause geht.

Die Polizei zählte zwischen Silvester, 18 Uhr, und dem Neujahrsmorgen, 6 Uhr, 199 Einsätze. Die Feuerwehr rückte zwischen 20 Uhr und 7 Uhr zu 62 Rettungsdienst- und zehn Brandschutzeinsätzen aus. Die häufigsten Ursachen für das notwendige Eingreifen: zu viel Alkohol und unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern.

In der Nacht mussten die Polizeibeamten 21 Schlägereien und Streitigkeiten schlichten. 22-mal wurden die Kräfte zu Ruhestörungen gerufen. Achtmal lautete das Einsatzstichwort "Sachbeschädigung". Zehn Personen wurden in hilfloser Lage angetroffen und wurden entweder zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam gebracht oder aber an dem Rettungsdienst übergeben. 13 Randalierer mussten beruhigt werden. Zudem kam es zu drei kleineren Verkehrsunfällen und zu zwei Wohnungseinbrüchen.

"0.06 Uhr: Jugendliche beschießen Fahrzeuge mit Raketen"

25-mal wurde die Polizei zu "Böller"-Einsätzen gerufen. Ein paar Beispiele aus dem Polizeicomputer: 22.32 Uhr, Peter-Nonnenmühlen-Allee, Jugendliche beschießen vorbeifahrende Autos mit Raketen, 22.39 Uhr, Römerbrunnen, vorbeifahrende Autos werden mit Böllern beworfen, 23.02 Uhr, Duvenstraße, ein Streifenwagen wird mit Böllern beworfen, 0.06 Uhr, Graf-Haeseler-Straße, 40 Jugendliche beschießen mit Raketen Fahrzeuge, 0.14 Uhr, Brunnenstraße, Feuerwerkskörper werden auf Balkone geworfen, 0.28 Uhr, Friedrich-Ebert-Str., Autos durch Böller beschädigt, 1.16 Uhr, Mürriger Platz, Jugendliche versuchen Altkleidercontainer mittels Feuerwerkskörpern in Brand zu setzen... Erst ab 4 Uhr beruhigte sich die Einsatzlage.

Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht von vier Hilfsdiensten (DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und Arbeiter-Samariter-Bund) unterstützt. Im Bereich des Brandschutzes wurde überwiegend zu Kleinbränden ausgerückt. Es brannten Altpapiercontainer, Mülleimer, Gerümpel, eine Gartenlaube und auch schon einmal ein Baum. Alle Brände konnten alle schnell gelöscht werden. Menschen wurden nicht verletzt.

Am Neujahrsmorgen dann rückte sogar das LKA nach Gladbach aus. An der Fringsstraße im Westend sprengten Unbekannte eine Telefonzelle in die Luft. Zeugen sahen jemanden weglaufen. 

Hier sehen Sie Bilder von der gesprengten Telefonzelle.

Eine Bilanz zur Silvesternacht in der Region lesen Sie hier.

(gap)