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Mönchengladbach
Telefonzelle gesprengt – LKA ermittelt

Fotos: Telefonzelle gesprengt - viele Haushalte ohne Strom
Fotos: Telefonzelle gesprengt - viele Haushalte ohne Strom FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. Der Explosionsknall hat am Freitagmorgen viele Menschen in Mönchengladbach aus dem Schlaf hochfahren lassen. Unbekannte sprengten eine Telefonzelle in die Luft. Das LKA sicherte Schrottteile zur weiteren Untersuchung. Von Gabi Peters

Am Ende blieben nur noch Schrottteile übrig. Unbekannte haben am Neujahrsmorgen gegen 7 Uhr an der Fringsstraße in Westend eine Telefonzelle in die Luft gejagt. Der Explosionsknall war in weiten Teilen der Stadt wahrnehmbar und führte dazu, dass bei der Polizei zahlreiche Notrufe eingingen. Die Telefonzelle wurde komplett zerstört, ein Nachbargebäude beschädigt. Durch die Explosion ist ebenfalls ein Stromverteiler in Mitleidenschaft gezogen worden. Mehrere Straßenzüge hatten am Morgen weder Strom noch Internetverbindung.

Eine Sprengstoffgruppe des Landeskriminalamtes wurde angefordert. Sie sicherte Spuren am Tatort, auch um zu ermitteln, was diese starke Explosion herbeigeführt hat. Die Polizei glaubt, dass es normale Silvesterraketen nicht gewesen sein können. Eher schon sogenannte Polen-Böller, die zum Teil mit mehr als 400 Gramm Schwarzpulver gefüllt sind und für die es Bastelanleitungen im Internet gibt. Die Untersuchung soll Klarheit bringen.

Ein Zeuge sah unmittelbar nach der Explosion zwei Personen weglaufen. Eine von der Polizei sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung verlief negativ. Der Tatort wurde für die Spurensicherung abgesperrt. Probesprengung oder gefährlicher Dummer-Jungen-Streich? Über die Gründe, weshalb die Telefonzelle an der Fringsstraße in die Luft gejagt wurde, kann bislang nur spekuliert werden.

Laut Polizei entstand hoher Sachschaden.

Eine Bilanz der Polizei zur Silvesternacht in Gladbach lesen Sie hier.

Hier gibt es Bilder von der gesprengten Telefonzelle.

Eine Bilanz der Silvesternacht in der Region lesen Sie hier.