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Tierheim Mönchengladbach
40 Kaninchen suchen ein Zuhause

MiezWohnung gesucht: Das große Kaninchen-ABC
Mönchengladbach. Sie ziehen ihre kleinen Nasen kraus, hoppeln durch den Stall und mümmeln Grünzeug: Im Tierheim in Mönchengladbach sind derzeit rund 40 Kaninchen untergebracht - so viele wie selten zuvor. Wer möchte eins aufnehmen? Von Sabine Kricke (Text) und Sarah Biere (Video)

Ausgerechnet an Ostern tummeln sich zahlreiche kleine Kaninchen in den Ställen im Tierheim vom Tierschutz Mönchengladbach. "Die Tiere kamen aus ganz unterschiedlichen Gründen zu uns", sagt Tierpflegerin Gillian Straka. Zum Beispiel wurden im März gleich acht Kaninchen auf einmal vom Ordnungsamt ins Tierheim gebracht. "Die Kaninchen wurden von ihren Besitzern schlecht gehalten", sagt Straka. Vier weitere Tiere wurden in einem Pappkarton ausgesetzt und von Spaziergängern gefunden. "Aber auch wenn Kinder plötzlich Allergien gegen die Tiere entwickeln, werden sie bei uns abgegeben", sagt Straka.

Kaninchen-Mobbing vermeiden

Die rund 40 Kaninchen sind in einem Stall untergebracht, der sich draußen befindet. "Das ist gesünder für die Tiere. Sie sind noch nicht so domestiziert, dass sie in Wohnungen gut leben könnten", sagt Straka. Wer sich dazu entschließt, Kaninchen aus dem Tierheim aufzunehmen, muss einige Voraussetzungen erfüllen. "Zuerst muss ein Fragebogen ausgefüllt werden. Dort wird auch gefragt, ob die Tiere bei ihren neuen Haltern draußen gehalten werden", sagt Straka.

Außerdem werden die Kaninchen nur in Haushalte abgegeben, in denen bereits mindestens ein Kaninchen lebt. "Oder man nimmt direkt zwei auf", sagt die Tierpflegerin. Kaninchen sind nämlich Gesellschaftstiere und können nur mit einem Partner glücklich leben. "Wichtig ist aber, dass es sich immer um eine gerade Anzahl von Kaninchen handelt", erklärt die Expertin. Drei Tiere sollte man nicht zusammen halten. "Sonst verbünden sich zwei gegen eins und dann kommt es zum Kaninchen-Mobbing", sagt Straka.

Um die Tiere gut versorgen zu können, ist das Tierheim auf Lebensmittelspenden angewiesen. "Vor allem Gurken, Karotten-Grün und Petersilie essen sie gerne" sagt Straka. Aber auch Stroh und Heu werden immer wieder gerne genommen.

Weitere Infos finden Sie auf der Website des Tierheims

 
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