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Mönchengladbach
Mönchengladbacher Einsatz für Frieden

Mönchengladbach: Mönchengladbacher Einsatz für Frieden
Max Reiners (r.) begrüßte bei Rhenus Lub Heinz-Gerhard Justenhoven und Tanja Höfert von der Katholischen Friedensstiftung. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Als beim G20-Gipfel in Hamburg die Gewalt eskalierte, machte das Max Reiners, Geschäftsführer des Unternehmens Rhenus Lub mit Sitz in Rheindahlen, nachdenklich. Ihm wurde klar, wie schnell eine friedliche Situation ins Gegenteil kippen kann. Und wie wichtig es ist, sich für Frieden einzusetzen. Von Denisa Richters

Das macht Reiners seit vielen Jahren und unterstützt die Katholische Friedensstiftung, seit 1. Juli auch als Mitglied im Stiftungsbeirat. "Frieden beginnt im eigenen Kopf, setzt sich von dort weiter fort", sagt Reiners.

Stiftungsvorstand Heinz-Gerhard Justenhoven, katholischer Theologe und Friedensforscher, freut sich, den Mönchengladbacher im Beirat zu haben. "Wir wollen auf wissenschaftlichen Grundlagen das Denken verändern." Und zwar in Politik, Gesellschaft, Kirche und Militär. Konkret gehe es um Länder wie Mali, Ukraine oder Syrien, aber auch um die Verantwortung von Europa und das Zusammenleben in der EU. "Unser Wohlstand ist zum Teil auf dem Rücken anderer Nationen erwirtschaftet", deshalb, so Justenhoven, müsse der Westen "Afrika auf Augenhöhe" begegnen. Ein Thema für den G20-Gipfel, dessen aktueller Erfolg die Einigung von USA und Russland auf ein gemeinsames Vorgehen in Syrien sei.

Reiners setzt als seinen Stifterschwerpunkt die europäische Außen- und Sicherheitspolitik. Geforscht wird zu Werten und Wurzeln des europäischen Friedens und wie der gesichert werden kann. Reiners ist familiär geprägt, schließlich gehörte sein Großvater, Konrad Adenauer, zu den Wegbereitern des heutigen Europas. "Eine solche Veränderung im Denken dauert lange", sagt Reiners. Das sei in einem Unternehmen ähnlich wie zwischen Staaten. Wichtig sei, alle mitzunehmen und zu überzeugen. Er sieht es als christlichen Auftrag, Gewinn nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Mitmenschen zu schaffen. Ein gutes Beispiel ist für ihn das Umdenken in Mönchengladbach, wo einst ein paar Akteure nur eigene Interessen verfolgt hätten. Die Wende kam mit dem visionären Masterplan, den engagierte Unternehmer und Architekten der Stadt schenkten und der nun umgesetzt wird. Der Initiativkreis, in dem Reiners aktives Mitglied ist, widmet eine Reihe Friedensnobelpreisträgern. Ein guter Rahmen für einen Auftritt des Friedensforschers Justenhoven.

Quelle: RP
 
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