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Mönchengladbach
Monforts Werkzeugmaschinen wieder stabil

Mönchengladbach: Monforts Werkzeugmaschinen wieder stabil
Anselm Oßenkamp (li.) und Philipp Kampel von Monforts FOTO: Raupold
Mönchengladbach. Jede Menge neue Aufträge, neue Märkte und die ersten Neueinstellungen – ein Jahr nach der Insolvenz hat das Traditionsunternehmen A. Monforts Werkzeugmaschinen wieder Boden unter den Füßen. "Wir haben die kritische Phase hinter uns und können uns wieder langfristigen Zielen widmen", sagte Geschäftsführer Philipp Kampel der RP. Von Ralf Jüngermann

Und der Generalbevollmächtigte Anselm Oßenkamp ergänzt: "Die Grundstrukturen stimmen wieder. Wir können die nächsten Schritte in Angriff nehmen." In der Tat sind die Zahlen beeindruckend: ein Umsatzplus von 126 Prozent. Schon jetzt sind die Auftragsbücher für 2012 so voll, dass klar ist, dass auch dieses Jahr wieder profitabel wird. "Und da wird noch einiges dazu kommen", sagt Kampel.

Demnächst auch in Asien

Mit dem neuen Investor, der russischen Kirovsky-Gruppe, kam auch eine neue Strategie. Monforts konzentriert sich seither auf besonders hochwertige Maschinen. Diese produzieren zum Beispiel Turbinen für die Raumfahrt und Teile für den Antrieb von Windrädern. Einfachere Maschinen hat Monforts dafür aus dem Programm gestrichen – und sorgt lieber in Fachkreisen mit einer gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut entwickelten Hybrid-Maschine für Aufsehen, mit der man Keramik nicht mehr schleifen muss, sondern auf der Drehmaschine zerspannen kann.

Solche Monforts-Qualität soll demnächst auch in Asien zu kaufen sein. "Wir treiben die Internationalisierung des Unternehmens systematisch voran", so Kampel. Als Folge der Insolvenz hatten 75 der zuvor 200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. "Inzwischen stellen wir wieder neue Mitarbeiter ein", berichtet Geschäftsführer Kampel.

Quelle: RP
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