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Mönchengladbach
Müllcontainer sollen raus aus Ortskern

Mönchengladbach: Müllcontainer sollen raus aus Ortskern
Die Glas- und Papiercontainer sind kein verheißungsvolles Entrée für die historische Klosterkirche und das Priorhaus, finden einige Neuwerker. FOTO: Andreas Gruhn
Mönchengladbach. In Neuwerk regt sich Widerstand gegen die Papier- und Glascontainer vor der Klosterkirche und dem Priorhaus. Für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Ost gibt es einen Antrag, den Container-Standort zu verlegen. Von Andreas Gruhn

Die Klosterkirche in Neuwerk hat ihre Ursprünge im Jahr 1130. Die Altpapier- und Altglascontainer an der Ecke davor sind etwas jünger, nämlich aus den 90er Jahren. So recht passt das alles nicht zusammen, findet Anwohner Ulrich Bäumer und wandte sich an den Bürgermonitor unserer Redaktion. "Es bestehen doch Alternativen in unmittelbarer Nähe", sagt Bäumer. "Einmal im Jahr sind die Container ja auch weg, um Platz für das Fest zu machen. Das ist für niemanden problematisch." Zumal es an den Containern durchaus auch vorkomme, dass Unbekannte ihren Müll dort wild abladen. Das ist an praktisch jedem Container-Standort der Fall, GEM und Mags haben mit diesen wilden Müllhalden alle Hände voll zu tun.

Ähnlich wie Bäumer sehen das auch die Neuwerker Heimatfreunde, die in unmittelbarer Nachbarschaft das historische Priorhaus mit Heimatmuseum betreiben. Sie wandten sich an CDU-Politiker Norbert Post, und das hat nun ein erstes Ergebnis: Post stellte für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Ost im September den Antrag, die Container sollten vom Standort Engelblecker Straße, Ecke Dammer Straße entfernt werden. "Die Container stören das Erscheinungsbild des Ensembles", sagte Post. Stattdessen könnten dort viel besser zum Beispiel Blumenkübel aufgestellt werden.

Insgesamt gibt laut GEM etwa 160 Standorte für Papier- und Glascontainer. Bei der Einführung der Container in den 90er Jahren habe man versucht, eine ungefähre Stelldichte von 1000 Einwohner pro Papiercontainer und 700 Einwohner pro Glascontainer zu erreichen. Weiteres Kriterium: Eine Anfahrt mit dem Lkw muss möglich sein. Die Duales System Deutschland (DSD) GmbH stellte eine entsprechende Aufforderung an die Stadt. "Die jeweiligen Standorte sind Vertragsbestandteil mit DSD", teilte GEM-Sprecher Martin Braun mit. "Die GEM behält sich aber vor Container bei starkem Rattenbefall zeitweilig abzuziehen oder zu versetzen." Das bedeutet: Wenn man sich gegen einen Container-Standort entscheidet, dann muss auch der entsprechende Vertrag mit der DSD GmbH geändert werden.

Einen entsprechenden Auftrag dazu könnte zum Beispiel der Verwaltungsrat der Mags erteilen. Die GEM ist ein Tochterunternehmen der Mags. Die Bezirksvorsteher sind Mitglieder des Mags-Beirates, der wiederum den Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium berät. Bei entsprechendem Votum der Bezirksvertretung Ost wäre der Weg in das Gremium entsprechend kurz.

Quelle: RP
 
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