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Mönchengladbach
Musiksommer trotzt dem Regen

Mönchengladbach. 1500 Besucher lauschten den Klängen von "Pinball" und spendeten für den Kinderschutzbund. Von Angela Wilms-Adrians

Echte Rock 'n Roller sind wasserfest und haben den Rhythmus im Blut - auch wenn sie mitten in der Pfütze stehen. So ließen die Fans beim gestrigen dritten Konzert des NEW-Musiksommers die Mönchengladbacher Rock 'n Roll-Band "Pinball" und die Sammler vom Kinderschutzbund nicht allein im strömenden Regen stehen. Die Band setzte beim Auftritt in der Konzertmuschel an der Kaiser-Friedrich-Halle auf Elvis-Hits und mehr. Der Tradition folgend, wurde wieder in der Pause um Spenden für eine soziale Einrichtung vor Ort gebeten, dieses Mal für den besagten örtlichen Kinderschutzbund.

Geschäftsführerin Mareike Esser berichtete zuvor, dass dringend Geld benötigt werde für präventive Hilfe, so zum Beispiel für die Anlauf- und Beratungsstelle, die Familien in Notsituationen unterstützt. Beim Gang durch die Menge erhielten sie und ihr Team von den Besuchern 1846,14 Euro. Der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Müller dankte den musikalischen Paten mit dem dicken Kompliment: "Mit Pinball lebt Rock 'n Roll seit 50 Jahren in Mönchengladbach."

"Wir sind völlig von den Socken, dass so viele Leute den Weg in den Bunten Garten finden und die Konzerte fest im Kulturkalender stehen", hatte Frank Nießen zu Beginn geschwärmt, ehe er zum Fest am See eilte und die Moderation Mickey Bernard anvertraute. Etwa 1500 Besucher waren gekommen und auch trotz Dauerregen geblieben, um Frontsänger "Elvis" Elschenbroich mit seinen Jungs zu hören. Die konterten das Nass von oben mit fetzigen Beats und temperamentvollem Sound. Der Frontsänger bot im weißen Sakko bereits optisch das Kontrastprogramm zu dunklen Wolken und trotzte dem Regen mit optimistischen Randbemerkungen und Power in der Darbietung.

Der Mönchengladbacher sang mit markanter Stimme und Herzblut die großen Elvis-Hits, aber auch Songs von Chuck Berry, Little Richard, Jerry L. Lewis, den Rolling Stones und anderen Größen der 50er Jahre mehr. Dabei ließ er seine Stimme zuweilen kehlig rau klingen, schwelgte im gemächlicheren Blues und kopierte stilecht den überdrehten Gesang eines Little Richard. Saxofonist Achim Rietzler, Gitarrist "Dufte" Wolfgang Albers, Bassist Willi Bergen, Carlo Heinen am Schlagzeug und Pianist Hardy Fischer boten vitale Unterstützung.

Entlohnt wurden sie - und der "Elvis von der Eickener Straße" - mit einem Blick auf vorwiegend fröhliche Gesichter, im Rhythmus wippende Füße und ein ziemlich buntes Sortiment an Regenschirmen. Darunter waren übrigens viele lokale Hingucker mit Motiven von Altstadt, Wasserturm und Borussen-Raute.

Quelle: RP
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