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Verfolgungsjagd in gestohlenem SUV
Mutmaßlicher Autodieb stand unter Drogen

Verfolgungsjagd in Düsseldorf endet mit Sturz von Parkdeck
Mönchengladbach, Düsseldorf . Ein 37-Jähriger stiehlt ein Auto in Mönchengladbach, rast damit über die A52, um sich anschließend in der Düsseldorfer Innenstadt eine Verfolgungsjagd mit der Polizei zu liefern und mitsamt des gestohlenen Autos von einem Parkhaus zu stürzen. Wer ist dieser Mann, der bei seiner Flucht einen Schaden von rund 60.000 Euro anrichtete?

Der 37-Jährige aus Litauen ist bereits polizeibekannt. Erst vor wenigen Tagen wurde der Mann aus der Untersuchungshaft entlassen. Er soll in Köln wegen eines schweren Diebstahls in Erscheinung getreten sein. Was der Mann im damaligen Fall gestohlen hatte, ist noch unklar.

In Untersuchungshaft saß der Litauer laut Polizei vom 22. August bis zum 9. September. Zu den Haftgründen und warum der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt oder sogar aufgehoben wurde, liegen der Polizei keine Erkenntnisse vor. Es werde aber weiter ermittelt wegen des Diebstahls in Köln, der Vorwurf bestehe nach wie vor.

Autodieb stürzt von Parkdeck im Universitätsparkhaus in Düsseldorf FOTO: Patrick Schüller

Der Mann, der in Mönchengladbach lebt, hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei um kurz nach Mitternacht einen Jeep Wrangler Sahara vom Gelände eines Autohauses in Mönchengladbach gestohlen. Bei dem Auto handelte es sich um einen Neuwagen mit Tageszulassung. Mit dem Auto raste der 37-Jährige auf die A52 und stoppte kurz an der Tankstelle auf dem Rastplatz Cloerbruch. Dort soll der Mann Benzin und Süßigkeiten im Wert von 150 Euro gestohlen haben.

In der Düsseldorfer Innenstadt fiel der viel zu schnelle Wagen einem Taxifahrer auf, der die Polizei informierte. Gegen 0.45 Uhr nahmen mehrere Streifenwagen die Verfolgung des Jeeps auf der Graf-Adolf-Straße auf. Der 37-Jährige fuhr bis zur Universität und durchbrach dort mehrere Metall-Absperrungen im Parkhaus. Anschließend durchbrach der Wagen auf dem ersten Parkdeck eine Mauer und stürzte mitsamt Fahrer in die Tiefe. Das Fahrzeug landete auf dem Dach. Verletzt wurde der Mann nur leicht. 

Der Schaden, den der 37-Jährige bei seiner Verfolgungsjagd verursachte, liegt laut Schätzungen der Polizei bei rund 60.000 Euro. Etwa 5.000 Euro koste der Schaden an der Schranke des Autohauses. Hier durchbrach der mutmaßliche Autodieb die erste Absperrung. Mit 15.000 Euro schlägt der Schaden zu Buche, der am Parkhaus in Düsseldorf entstand. Rund 40.000 Euro kostet der zerstörte Jeep. Zwar habe dieser einen Listenpreis von 60.000 Euro, da es sich bei dem Wagen jedoch um eine Tageszulassung gehandelt habe, liege der Preis wesentlich darunter. Der Mann wurde bereits am Mittwochvormittag wieder freigelassen. Bei einer ersten Befragung habe er eingeräumt, dass er bei der Fahrt unter Drogeneinfluss stand.

(angr, skr, siev)