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Mönchengladbach
Nach Brandstiftung in Eicken: Kommt es zur Anklage gegen Lau?

Mönchengladbach: Nach Brandstiftung in Eicken: Kommt es zur Anklage gegen Lau?
Sven Lau gehört nicht nur zu einer Gruppe, die im Verdacht steht, den Nährboden für Terroristen zu legen. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Bei der Polizei sind die Ermittlungen schon lange abgeschlossen. Zwei Wochen nach der Brandstiftung im Keller eines Mehrfamilienhauses an der Eickener Straße ermittelte sie im Juni drei Tatverdächtige, darunter auch den damaligen Vorsitzenden des islamistischen Vereins "Einladung zum Paradies", Sven Lau.

Wie aus polizeiinternen Kreisen zu hören ist, sind die Beweise gegen die drei Ermittelten erdrückend. Doch bislang ist nicht bekannt, ob es je zu einer Anklage kommen wird.

Der Fall ist brisant: Sven Lau gehört nicht nur zu einer Gruppe, die im Verdacht steht, den Nährboden für Terroristen zu legen. Der Mann, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird, stellte sich nach dem Brand auch öffentlich als Opfer von Muslimhassern dar. Bekannt ist, dass die Staatsanwaltschaft ein Gutachten in Auftrag geben ließ. Ermittelt werden soll, ob es sich bei dem Fall um schwere Brandstiftung handelt oder nicht. Doch ob es schon ein Ergebnis gibt oder nicht, ob die Untersuchungen überhaupt abgeschlossen sind, ist unbekannt.

Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff konnte gestern nichts dazu sagen. Die zuständige Staatsanwältin sei bis Anfang September im Urlaub. Die Polizei hat die komplette Ermittlungsakte längst an die Staatsanwaltschaft übergeben. "Uns liegt kein Gutachten vor", sagte gestern ein Polizeisprecher.

(RP/rl)
 
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