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Mönchengladbach
Nachhaltigkeitspreis für Neubau des Rechenzentrums Hartmann

Mönchengladbach: Nachhaltigkeitspreis für Neubau des Rechenzentrums Hartmann
Sabine Hartmann (l.), Martin Servé und Caroline Hartmann-Servé feierten die Eröffnung ihres neuen Gebäudes. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. "Holz hat einen positiven Effekt auf das Arbeitsklima", ist Caroline Hartmann-Servé überzeugt. Es ist aber nicht der Baustoff allein, sondern auch die offene Architektur des Gebäudes, der sie die positive Wirkung zuschreibt. "Unsere Mitarbeiter kommen mit mehr Spaß zur Arbeit." Das Rechenzentrum Hartmann, ein seit Jahrzehnten in Mönchengladbach ansässiges familiengeführtes Unternehmen, ist im Juli in einen Neubau an der Pescher Straße gezogen und hat nun - anlässlich des 52. Unternehmensgeburtstags - offiziell Eröffnung gefeiert. Mit Punsch und Glühwein, mit Kunden, Gratulanten und Mitarbeitern. Und mit viel Begeisterung für das innovative Bürogebäude, das die Eigentümerfamilie hat errichten lassen. Von Angela Rietdorf

Beim Betreten des Gebäudes fällt der angenehme Duft nach Holz auf, aber auch die durchdachte Beleuchtung. Das Licht kommt nicht nur durch die vielen Fenster, sondern auch durch die Glaskuppel, die den Eingangsbereich überspannt. "Das war der Wunsch der Bauherren", sagt Architektin Susanne Göbl. So wirkt das Gebäude offen und transparent. "Wir spüren auch ein offeneres Miteinander", sagt Caroline Hartmann. Dafür hat die Unternehmerfamilie einiges getan: es gibt eine Lounge und Think Tanks, in denen sich die Mitarbeiter treffen können, eine Küche, eine Terrasse und einen Fitnessraum. Und Holz, wohin das Auge blickt.

Für die Energieeffizienz sorgen Solarzellen auf dem Dach und eine Wärmepumpe, vor allem aber die Dämmung. Die Heizung laufe meistens gar nicht, stellen die Bauherren überrascht, aber sehr zufrieden fest. Dafür sorgen die Dämmstoffe Zellulose und Holzwolle, wie die Architektin erklärt. "Sie nehmen Wärme und Feuchtigkeit auf und geben sie langsam wieder ab."

Der Neubau des Rechenzentrums Hartmann ist der erste zweigeschossige Bürobau in Mönchengladbach, der in Holzrahmenbauweise ausgeführt wurde. Auch die Deckenkonstruktionen sind aus Holz, nur im Eingangsbereich wurden Stahlträger verbaut. Entgegen der landläufigen Vorstellung brennt ein Holzbau nicht schneller. "Es kommt auf die Dimensionierung der Holzträger an", erklärt Susanne Göbl. "Aber Stahl schmilzt irgendwann, Holz nicht." Der Neubau ist mit dem Nachhaltigkeitspreis der Allianz Landesbeiräte Holz ausgezeichnet worden.

Mehr als 2,2 Millionen Euro hat die Eigentümerfamilie in das neue Domizil des Rechenzentrums investiert. "Wir haben für die Zukunft gebaut", sagt Martin Servé. 1200 Quadratmeter Bürofläche sind so entstanden. 50 Mitarbeiter beschäftigt das unabhängige Rechenzentrum, das sich auf Personalwirtschaft, Zeitwirtschaft und Data-Management spezialisiert hat. Dass es auch weiterhin mitten in Mönchengladbach zu finden ist, ist kein Zufall. "Die zentrale Lage war uns wichtig, wir sind sehr mit der Stadt verbunden", sagt die Geschäftsführerin.

Quelle: RP
 
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