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Mönchengladbach
Nächster Halt: Blickfang Lochnerallee

Mönchengladbach: Nächster Halt: Blickfang Lochnerallee
So schön bunt ist die neue Haltestelle "Lochnerallee". FOTO: Knappe,Joerg
Mönchengladbach. "Da ist sie, hier muss ich aussteigen". Schon von Weitem sieht man aus dem Bus die kunterbunte Bushaltestelle vor der Marienschule. Wer hier hin muss, kann sein Ziel Dank dem neuen Kunstwerk kaum noch verfehlen. Von Laura Laermann

Doch das war lange Zeit anders: "Die Bushaltestelle war immer grau und hässlich, schon länger möchten wir das ändern." Und so kam der Einfall, dass die Schüler der zehnten Klasse der Marienschule den Betonklotz bemalen und farbenfroh gestalten. 17 Schüler arbeiten seit Dienstag an ihrem Werk aus eckigen, geometrischen Formen, heute soll es vollendet werden. Die Idee für das grafische Muster hatte die Kunstlehrerin Jana Graetschel, die das Projekt gemeinsam mit den Schülern durchführt. "Bei meinem Entwurf hat mich der Pop Art-Künstler Keith Haring inspiriert."

Die Bischhöflische Marienschule gehört dem Bistum Aachen, die Bushaltestelle direkt vor der Schule ist dagegen Besitz der Stadt. Eine neue moderne Bushaltestelle sei zu teuer und so stellte die Stadt Mönchengladbach der Marienschule 200 Euro zu Verfügung, die in Farbe investiert wurden. "Wir wünschen uns noch einen Graffiti-Schutz, um die aufwendige Bemalung der Haltestelle möglichst lange zu erhalten." Bei einem Graffiti-Schutz werden mehreren Schichten aufgetragen, die verhindern, dass sich aufgebrachte Farben, wie Graffiti, mit dem Untergrund verbinden. Beim Reinigungsvorgang kann die Graffiti-Schicht, unter Einsatz von heißem Wasser oder Hochdruckreinigern, aufgeweicht und vollständig abgetragen werden. Dieser Schutz koste allerdings nochmals mehrere Hundert Euro, da dieser aufgrund der enthaltenen Giftstoffe professionell aufgetragen werden muss.

Anna Dieckmann, beteiligte Schülerin am Projekt, ist zuversichtlich: "Ich denke, durch unsere farbenfrohe Gestaltung nehmen wir vielen Sprayern den Reiz, die Bushaltestelle mit Graffiti zu besprühen." Dennoch wäre es schade, da viel Arbeit in der Bemalung steckt und allen die verrückte Bushaltestelle gefällt. Kurz hält eine Radfahrerin an und wundert sich über den neuen Anblick: "Richtig schön bunt. Das macht gute Laune."

Die Marienschule hofft nun auf eine geeignete Firma, die sich bereit erklärt, den Graffiti-Schutz zu übernehmen.

 

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