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Mönchengladbach
Neue Details zum Chrom-Skandal

Mönchengladbach. Inzwischen scheint klar, welches Unternehmen Ende Dezember 500 Kilogramm reines Chrom in den Kanal geleitet hat. Die Stelle, wo das giftige Schwermetall ins Abwasser gekippt wurde, ließ sich eindeutig identifizieren, wie Professor Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes, im Umweltausschuss erklärte. Fünf Tage habe man die Sielhaut in der Kanalisation untersucht. "Wir sind von Kanaldeckel zu Kanaldeckel gegangen. Der Grad der Belastung lässt sich auch nach mehreren Tagen noch genau nachweisen", erklärte Schitthelm den Politikern.

Die so gewonnenen Erkenntnisse hat der Niersverband der Staatsanwaltschaft übergeben. Die wird nun beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss beantragen, um den Verursacher belangen zu können. Der wird sich nicht nur wegen Gewässerverunreinigung verantworten müssen. Der Niersverband kündigte an, die ihm entstandenen Kosten in Rechnung zu stellen. Der Aufwand sei immens gewesen, sagte Schitthelm. Es mussten große Mengen frischer Klärschlamm nach Mönchengladbach gebracht werden.

Um die ganzen Proben zu analysieren, habe das Labor Sonderschichten auch am Wochenende machen müssen. Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden, versicherte der Vorstand des Niersverbands. Sonst wäre ein anderes Alarmierungsverfahren ausgelöst worden. Der Verband hatte die Öffentlichkeit erst nach vier Wochen informiert.

(jüma)
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