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Mönchengladbach
Neue Flüchtlingsunterkunft am Gathersweg

Mönchengladbach. In der ersten Dezemberhälfte wurden die 200 Flüchtlinge aus der kaum winterfesten Zeltstadt neben der Krahnendonkhalle in die Containerbauten am Nordpark verlegt. Doch ab Februar könnten neue rund 280 Asylsuchende am Gathersweg unterkommen. Denn seit gestern errichtet die Stadt dort winterfeste Hallen in Leichtbauweise. Die neue Unterkunft soll ihren Betrieb Ende Januar aufnehmen. Von Jan Schnettler

Sie ersetzt die inzwischen abgebauten Zelte auf der Freifläche neben der Krahnendonkhalle. Anders als zuzeiten der Zeltstadt wird deren Parkplatz nicht bebaut. Und anders als bei früheren Zuweisungs-Wellen soll auch die Halle selber beziehungsweise ihr Sanitärbereich nicht für die Flüchtlinge benötigt werden. "Es wird auch ein eigener Sanitärcontainer errichtet. Der Betrieb der Krahnendonkhalle wird künftig ungestört ablaufen können", sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Das ist nicht ganz unerheblich, denn bis Samstag, 6. Februar, sind etwa noch mehrere Karnevalssitzungen der Uehllöeker in der Halle vorgesehen. Ende November hatten die Leckere Jecke in Eicken gefeiert, weil die angestammte Krahnendonkhalle für Flüchtlinge benötigt wurde.

Die neue, angemietete Unterkunft in Neuwerk, die baulich denen im Nordpark und auf der Krall'schen Wiese ähnelt, diene der Unterbringung von Flüchtlingen, die der Stadt künftig vom Land zugewiesen werden, sagt Rütten: "Wir rechnen mit mehreren 100 pro Monat." Derzeit lebten 3500 Flüchtlinge in Mönchengladbach, allein im Dezember seien 302 Asylsuchende neu dazugekommen. Gegen Ende der Woche würden die ersten neuen Zuweisungen seitens des Landes erwartet. Bis Mitte März hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, insgesamt 750 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge schaffen.

Quelle: RP
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