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Mönchengladbach
Neue Geschichten vom Gladbacher "Gottesflüsterer"

Mönchengladbach. Albert Damblon las aus seinem neuen Buch. Darin steckt viel Autobiografisches, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor.

Albert Damblon war zehn Jahre lang Propst der Münster-Basilika und hat bei WDR 4 so manche Morgenandacht gehalten. 16 Jahre hat Albert Damblon auch in Korschenbroich als Pfarrer gewirkt und dort einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Jetzt kam er dorthin zurück, um in der Matthias-Kapelle aus seinem Buch "Der Gottesflüsterer" zu lesen. Das Interesse an der Lesung war enorm: In der Kapelle gab es keine freien Plätze mehr, auch draußen saßen rund 50 Zuhörer. "Ich sehe viele bekannte, liebe Gesichter", sagte der Pfarrer und Autor. Und gab sogleich eine Kostprobe seines Humors: "Das Buch wird eigentlich erst am 26. Oktober in Holt vorgestellt. Wir machen also heute etwas Voreheliches."

Wer glaubt, es handele sich um ein hoch wissenschaftliches Werk, der irrt. Albert Damblon erzählt aus seinem Pfarrersleben, macht deutlich, dass auch er seine Schwächen hat. Da ist zum Beispiel die Geschichte mit dem Obdachlosen. Der geht dem Gottesmann fürchterlich auf den Geist, weil er so aufdringlich klingelt. Hinterher stellt sich heraus, dass der Pfarrer den Schlüssel außen im Schloss der Haustür hatte stecken lassen und der vermeintliche Bettler ihn nur darauf aufmerksam machen wollte. Albert Damblon hat in sein Buch viel Autobiografisches gepackt - Geschichten zum Schmunzeln, worauf zum Teil schon die Überschriften hindeuten. In dem Kapitel "Zwei Ratzinger als Stoßdämpfer" geht es beispielsweise um eine Schmuggel-Geschichte: Der junge Albert Damblon hat den Auftrag bekommen, zwei Ratzinger-Bücher in die DDR zu schmuggeln. Leider öffnet er die Tür der S-Bahn zu früh und landet unsanft auf dem Bahnsteig. Aber er hat Glück im Unglück, der Sturz wird durch die zwei Bücher in seiner Jacke stark abgemildert. Damblon las auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Begegnung im Salzburger Café Mozart: Eine 90 Jahre alte Dame schenkte ihm dort eine Bibel, weil Gott ihr so viel Mut mache. Und sie empfahl dem Weintrinker Damblon einen "Blaufränkischen". Den hatte die Organisatorin der Lesung nun extra noch einmal für Damblon besorgt.

(barni)
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