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Mönchengladbach
Neue Logistik-Studie: Mönchengladbach mischt mit

Mönchengladbach. In der Stadt gibt es rund 12.500 Arbeitsplätze in der Logistikbranche. Das ergab eine Studie im Auftrag der IHK. Von Norbert Stirken

Mönchengladbach steht auf Platz zwei - wenn es um die Zahl der Arbeitsplätze in der Logistik-Branche geht. Krefeld wiederum ist Schlusslicht. Dies ergab eine Untersuchung der Prognos AG im Auftrag der Industrie- und Handelskammer, Mittlerer Niederrhein. Vorn liegt der Rhein Kreis Neuss mit 16.400 Beschäftigten, gefolgt von Mönchengladbach mit 12.500 und dem Kreis Viersen mit 10.500 Beschäftigten in den Sparten Verkehr und Lagerung. "Die Logistikbranche ist der Schmierstoff für die heimische Wirtschaft", bilanziert die Prognos AG. 700 Logistiker und 2000 Verladerbetriebe sind schriftlich befragt worden. Rund 15 Prozent haben geantwortet. "Wir kommen deshalb zu repräsentativen Ergebnissen", sagt Projektleiterin Jutta Peters. Das Aufgabenfeld steige in Umfang und Anspruch mit der Größe des Unternehmens. Vom reinen Transport und der Lagerhaltung bis hin zu Etikettierungen und Vormontagen. Damit einher geht auch der Anspruch an die Mitarbeiter. Ausbildung und Qualifizierung stehe für die Firmenleitungen an vorderer Stelle. Die Logistikbranche wachse. Seit 2008 ist die Zahl der Beschäftigten um 36 Prozent gestiegen. Auf Landesebene waren es nur 9,7 Prozent. Angeboten werden überwiegend Stück- und Massenguttransporte auf der Straße mit dem Lastwagen. 96,5 Prozent der Touren erfolgen mit Lkw, 18,4 Prozent mit dem Schiff, 14,9 Prozent über die Schiene und 12,9 Prozent durch die Luft (Mehrfachnennungen waren möglich).

Der Großteil der verladenden Wirtschaft aus den regionalen Schlüsselbranchen Nahrungsmittelindustrie, metallverarbeitende Industrie, Chemie, Maschinenbau und Automatisation vergebe ihre Aufträge an Logistiker aus der Region, informiert Jutta Peters. Logistik habe mit Vorurteilen zu kämpfen, die durch die Studie wiederlegt würden, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Die Branche sei am Niederrhein ein Wachstums- und Beschäftigungsmotor. Davon profitiere die Region sehr.

Wichtig seien in diesem Zusammenhang der Erhalt und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Verfügbarkeit von Flächen. Für Industrie und Gewerbe stehe weniger als drei Prozent der Fläche zur Verfügung, und die sei nur zu zwei Drittel für die Belange der Wirtschaft zu nutzen, erklärt Steinmetz. Im Hinblick auf die Verkehrsinfrastruktur lenkt er den Blick auf das bis 2030 prognostizierte Umschlagwachstum von 60 Prozent in den so genannten ZARA-Häfen - Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam - und die Anregungen der IHK zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans. Darin stimmt die Kammer für den sechsspurigen Ausbau der Autobahnen A61, A44 und A52; die Ertüchtigung der Schienentrassen Eiserner Rhein und Betuwe-Linie sowie für den Ausbau des Hafenbahnhofs in Krefeld-Linn.

Quelle: RP
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