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Mönchengladbach
Neuer Beigeordneter und IT-Umzug

Mönchengladbach. Matthias Engel ist künftig für Ordnung und das städtische Personal zuständig. Von Dieter Weber

Die Stadt bekommt einen neuen Beigeordneten: Er heißt Matthias Engel, ist 45 Jahre alt und arbeitet derzeit in der Stadt Horn-Bad Meinberg, die 17.000 Einwohner hat. Engel ist der Kandidat, den die SPD laut Kooperationsvertrag mit der CDU aussuchen durfte. Da die Mehrheitsverhältnisse im Rat klar sind, war es keine Frage, dass SPD-Mitglied Engel gestern auch von großen Teilen der CDU für acht Jahre gewählt wurde. Und weil die Opposition seiner Wahl eher skeptisch gegenüberstand, erwartete ihn kein Traumergebnis: Von 61 bei seiner Wahl anwesenden Ratsmitgliedern votierten 42 für ihn, zwölf lehnten ihn ab, sieben enthielten sich der Stimme. Das ist ein Ergebnis von knapp unter 70 Prozent. In der 20-köpfigen SPD-Ratsriege fehlten drei Mitglieder, Reinhold Schiffers und Monika Berten kamen erst nach Engels Wahl zur Sitzung.

Gleich nach seiner Wahl fiel eine weitere wichtige Entscheidung: Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP entschied der Rat, dass die Stadt ihre Informationstechnologie von der ITK Rheinland in Neuss betreuen lässt. Am 1. Oktober wird die Stadt dem Zweckverband beitreten. Bis 2020 erwartet die Stadt daraus eine Einsparung von rund zwei Millionen Euro. Für die gut 60 betroffenen Mitarbeiter bedeutet dies: Bis auf einen kleinen Teil, der in Gladbach bleibt und das Computernetzwerk der Stadt betreuen soll, hat das Gros künftig einen weiteren Weg zum neuen Arbeitgeber. Gehalt und Status bleiben unverändert. Es gebe für die Mitarbeiter bei der ITK bessere Aufstiegsmöglichkeiten, hob CDU-Fraktionschef Hans Peter Schlegelmilch hervor. Und OB Hans Wilhelm Reiners betonte: "Wer nicht mitgehen will, mit dem werden wir nach Lösungen suchen." Dem Zweckverband gehören auch die Städte Düsseldorf und Neuss an.

Grüne, Linke und Pipa-Gruppe lehnen die Ausgliederung ab. Sie befürchten unter anderem, dass sich die IT-Versorgung verschlechtern und die Stadt dies nach vier Jahren teuer bezahlen werde.

Quelle: RP
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