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Mönchengladbach
Neues Gehege für die Meerschweinchen

Mönchengladbach: Neues Gehege für die Meerschweinchen
Barbara Vetter von der Gawo GmbH, Uwe Bohlen von der Awo, Ulrich Lindner, Vorsitzender des Tiergartenvereins, Katrin Ernst, die Leiterin der Tierparks, und das Prinzenpaar Niersia Barbara und Prinz Norbert I. beim Spatenstich. FOTO: Reichartz
Mönchengladbach. Das Prinzenpaar verzichtete während der Session auf Geschenke und sammelte Geld für den Tierpark. 16.250 Euro kamen zusammen und wurden nun übergeben. Weil das Gehege weniger kostet, profitieren nun auch die Kaninchen. Von Christian Lingen

Das Gehege der Meerschweinchen im Odenkirchener Tierpark sieht gerade nicht besonders ansehnlich aus. Die kleine Eisenbahn fährt nicht, und der Stall der Tiere ist verschwunden. Die Nager leben in einem der ältesten Gehege, und das sieht man auch ganz deutlich. Es muss dringend etwas getan werden. Für das nötige Kleingeld sorgte nun das Prinzenpaar. Prinz Norbert I. und Niersia Barbara verzichteten während der Session traditionell auf Geschenke und sammelten stattdessen Geld für die Meerschweinchen. Nun konnten die Tollitäten rund 16.250 Euro übergeben.

"Das Geld ist mehr als genug, und es bleibt noch etwas übrig. Den Rest investieren wir in ein neues Gehege für die Kaninchen. Das ist nämlich das nächste Projekt, das wir angehen möchten", sagte Tiergartenleiterin Katrin Ernst. Baufällig war vor allem der Stall der Tiere. Hinzu kam, dass er umständlich in der Handhabung war. "Den Deckel des Hauses mussten mehrere Mitarbeiter öffnen, so schwer war er. Richtig an die Tiere ran kam man aber trotzdem nicht, man musste in den Stall hineinkriechen. So konnte man die Zucht auch nicht richtig kontrollieren", sagte Katrin Ernst. Außerdem waren die Meerschweinchen in ihrer Hütte nicht zu sehen. Das alles ändert sich nun. Die baulichen Dinge wurden beachtet und Fenster ermöglichen es, die Tiere immer zu beobachten.

Wann die Bauarbeiten, zu denen auch die Instandsetzung der Modelleisenbahn im Gehege gehört, beginnen, steht noch nicht fest. "Wir möchten aber im Herbst damit fertig sein", kündigt Katrin Ernst an. "Eine Spende in dieser Höhe ist sehr selten und entlastet unseren Etat", sagt Ulrich Lindner, der Vorsitzende des Tiergartenvereins. "In der Session haben wir gemerkt, dass unsere Sammelaktion richtig gut ankam. Viele Privatleute und Karnevalsgesellschaften haben sich beteiligt und auch einige Firmen", erzählte Niersia Barbara während der Spendenübergabe. Die Spende mit der größten Entfernung kam aus Berlin, und zwar von einer Bundestagsabgeordneten der SPD. "Der Tierpark ist in der ganzen Stadt tief verwurzelt und die Besucher kommen nicht nur aus Odenkirchen. Deshalb war es der richtige Zweck, für den wir gesammelt haben. Die Reaktionen in der Session waren überall richtig gut. Egal ob in Odenkirchen oder in Rheindahlen", sagte Prinz Norbert I.

Umgesetzt werden die Arbeiten am Gehege von der Gawo GmbH, einem Tochterunternehmen der Awo. Darin beschäftigt der Wohlfahrtsverband Arbeitslose und ermöglicht ihnen den Einstieg in die Berufswelt. Das Geld, das am Ende übrig bleibt, ist bereits verplant. "Unsere Kaninchen sitzen in traditionellen Ställen. Das ist auch erlaubt. Unsere Besucher und wir hätten aber lieber eine Haltung in einem Freigehege, in dem man die Tiere auch einmal streicheln kann", sagte Katrin Ernst.

Quelle: RP
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