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Mönchengladbach
Neun Millionen Euro fließen in Gladbachs Schulen

Mönchengladbach. Die Gelder stammen aus dem Programm "Gute Schule".

Geld zur Verfügung zu haben, ist toll. Man muss es aber auch ausgeben können. Das ist den meisten Kommunen in NRW beim Förderprogramm Gute Schule 2020 bisher nicht gelungen. Eine positive Ausnahme: Mönchengladbach. Die Stadt hat es geschafft, im vergangenen Jahr 98,1 Prozent des Kreditkontingents abzurufen und in Schulen zu investieren. 2018 soll sich diese positive Entwicklung fortsetzen. Die Verwaltung hat sogar zusätzliche Fördertöpfe im Blick.

Vier Jahre lang stehen aus dem Landesprogramm etwas mehr als neun Millionen Euro zur Verfügung. 2017 sind damit WC-Anlagen saniert, Heizungsanlagen erneuert, Räume neu gestrichen und die Essensausgaben auf "Cook and Chill" umgestellt worden. Maßnahmen für 1,5 Millionen Euro wurden fertiggestellt, mehr als dreieinhalb Millionen Euro fließen in aktuelle Bautätigkeiten, der Rest in Vorbereitungen und Planungen.

Dieses Jahr sollen Mittel etwa in den Neubau der Mensa der Gesamtschule Stadtmitte an der Karl-Fegers-Straße investiert werden. Die Gesamtsanierung der Gesamtschule Espenstraße, des Schulzentrums Rheindahlen, des Math.Nat. Gymnasiums, der Gesamtschule Volksgarten und des Maria-Lenssen-Berufskollegs werden geplant. Außerdem stehen weitere WC- und Schulhof-Sanierungen, Malerarbeiten, energetische und brandschutztechnische Ertüchtigungen an. Der einzige Wermutstropfen: Das Baugewerbe ist mehr als gut ausgelastet und kann die Maßnahmen nicht immer so schnell umsetzen wie gewünscht. Und auch die personellen Ressourcen der Verwaltung sind begrenzt.

Gleichzeitig stehen aber noch mehr Fördermittel bereit: Aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz sind mehr als 24 Millionen Euro bis 2022 zugesagt. Das Geld soll nach Aussagen von Schuldezernent Gert Fischer in notwendige Sanierungsmaßnahmen an den großen Schulstandorten fließen und so das Förderprogramm Gute Schule 2020 entlasten. Außerdem erwartet das Rathaus ein Förderprogramm des Bundes zur Digitalisierung. "Diese Fördermittel wollen wir gezielt abschöpfen", sagt Fischer. "Deshalb haben wir bisher keine weiteren Maßnahmen zur Digitalisierung vorgesehen."

(arie)
 
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