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Mönchengladbach
Neuwerk hat jetzt einen Jugendtreff

Mönchengladbach: Neuwerk hat jetzt einen Jugendtreff
Erste Programmbesprechung im neuen Jugendcafé mit Anne Embser (links), Wolfgang Welters (3.v.l.). und interessierten Jugendlichen. FOTO: Michelis
Mönchengladbach. Bei der feierlichen Eröffnung des ersten offenen Jugendtreffs in Neuwerk war kein Stehplatz mehr frei in den drei Räumen an der Engelblecker Straße. Angesichts der zahlreichen Ehrengäste aus dem städtischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich schien allerdings das Durchschnittsalter noch deutlich zu hoch zu sein. Das wird sich allerdings sehr schnell ändern in dem noch namenlosen neuen Jugendcafé der Pfarrgemeinde Maria von den Aposteln. Von Helmut Michelis

"Jugendliche haben in der Regel einen hohen Bedarf an Freizeitgestaltung. Die Frage nach dem Sinn gerät dabei häufig in den Hintergrund", sagt Anne Embser, die das Projekt mit Wolfgang Welters ehrenamtlich vorangetrieben hat. "Mit dem Angebot eines außerschulischen Treffpunkts an einem möglichst unabhängigen Ort - inklusive Küche, Medienzugang und der Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung - sprechen wir nun junge Menschen an, die einfach einmal vorbeikommen sollten. Bislang gab es für sie in Neuwerk auch seitens der Stadt noch kein solches Angebot."

Unterstützt wird das Kernteam der Haupt- und Ehrenamtlichen von Pfarrer Josef Biste, dem die Jugendarbeit in seiner Gemeinde ein Herzensanliegen ist, und dem Gemeindereferenten Bernhard Krinke-Heidenfels. Die Miete für das Café, das zuvor einen Fahrradladen und eine Versicherung beheimatete, übernimmt die Pfarre. Die umfangreiche Renovierung, die Ausstattung und die weiteren laufenden Ausgaben sollen auch durch Spenden gedeckt werden. Kooperationspartner sind die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) mit dem Angebot der Ausbildungspaten, das Kindernetzwerk "Patchwork" und das Jugendreferat der Katholischen Region Mönchengladbach. Die Stadt finanziert die Stelle einer Sozialarbeiterin oder eines Sozialarbeiters für die Leitung der Jugendarbeit in der Pfarrei; Bewerbungen sind noch möglich.

"Gespräche, Filmabende, Musikworkshops und Kochaktivitäten gehören mit zum Angebot", sagt Wolfgang Welters, der auch selbst als Ansprechpartner vor Ort sein wird. "Wesentlich ist hier die gemeinsame Ideenfindung, Mitgestaltung und Übernahme von verantwortlichen Aufgaben. Im Hintergrund stehen Werte wie Rücksichtnahme, Gleichberechtigung und Toleranz im Umgang mit Randgruppen sowie geflüchteten Menschen." Bei Einzelprojekten würden auch die Klassen und die Sozialarbeiter im nahen Schulzentrum angesprochen. Der Kontakt zur evangelischen Friedenskirchengemeinde ermögliche übergreifende Angebote. Nach einem passenden Namen für den Treff wird noch gesucht. Wer eine Idee hat, kann sich an Wolfgang.Welters@mariavondenaposteln.de wenden. Weitere Informationen gibt es unter pfarrei-maria-von-den-aposteln.kibac.de.

Quelle: RP
 
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