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Mönchengladbach
Nierssalon: Neue Ideen für die Stadtteile

Mönchengladbach: Nierssalon: Neue Ideen für die Stadtteile
FOTO: Rheinische Musikschule Köln/Brig
Mönchengladbach. Kultur und Sport sollen vermehrt angeboten werden - und zwar für jeden. Musik soll auch eine große Rolle spielen. Von Angela Wilms-Adrians

Die Niers als verbindendes Element zwischen Odenkirchen und Rheydt stand Pate für den Namen des von Barbara Gersmann initiierten neuen Gesprächsforums "Nierssalon". Denn Rheydt und Odenkirchen sind die Eckpunkte, an die die Bezirksvorsteherin von nun an zweimal im Jahr einladen will, um bürgerliches Engagement für das Leben in Rheydt zu aktivieren. Im gut besuchten Rittersaal von Schloss Rheydt betonte Gersmann: "Das klassisch bürgerliche Rheydt sitzt hier. Ich will Sie und die Verbände, für die Sie stehen, motivieren, ein selbstbewusstes Rheydt zu beleben".

Gastreferent Dr. Fritz Behrens, Staatsminister a.D., erklärte im Impulsreferat, warum Kultur und Sport für eine positive Entwicklung der Bürgerschaft so wichtig seien. Beide Bereiche seien identitätsstiftend, integrations- und kreativitätsfördernd, wichtige Begleiter bei der Persönlichkeitsfindung und imageprägend. "Darum: Kultur und Kunst dürfen kein Luxus sein", so Behrens. Der Jurist betonte, dass die Förderung von Kultur und Sport zu den Pflichtaufgaben des Landes und der Gemeinden gehörten, zugleich aber als freiwillige Aufgaben jeweils von der kommunalen Selbstverwaltung zu entscheiden seien. Er plädierte entschieden für Bürgerengagement. "Man kann vielmehr gemeinsam erreichen als viele meinen. Man braucht kreative Allianzen", sagte Behrens, der im Nierssalon das Potential für eine Ideenbörse erkannte.

"Mir ist nicht nur der Referent wichtig. Es soll hier auch etwas Handfestes herauskommen", hatte Gersmann zu Anfang versprochen. Darum bat sie Frank Füser, Wolfgang Rombey und Jürgen Sachsenhausen, geplante Projekte aus drei exemplarischen Bereichen vorzustellen. Füser, Fachbereichsleiter der Musikschule Mönchengladbach, berichtete von "Vier gewinnt", dem Vorhaben, vier Streichinstrumente im Klassenverband zu unterrichten. Er würde damit gerne an eine der Rheydter Grundschulen gehen. Des Weiteren verwies Füser auf die Idee eines inklusiven und generationsübergreifenden Orchesters, eines Seniorenchors für heilsames Singen, und Barbara Gersmanns erklärten Liebling "Musik von Anfang an" für Säuglinge in Begleitung Erwachsener.

Das Projekt könnte über die Musikschule hinaus im Familienzentrum angeboten werden. Schon relativ konkrete Formen angenommen hat die Idee "Theater und Kinder", bei dem die Arbeiterwohlfahrt mit dem Stadttheater kooperieren will. Hier sollen Kinder und Jugendliche die Abläufe einer Theaterproduktion verstehen lernen sowie angeregt werden, eigene Texte zu schreiben und zur Aufführung zu bringen.

Wolfgang Rombey vom Stadtsportbund berichtete von Modulen, um Vereinen im Umgang mit der Diversität zu helfen sowie von gesundheitsorientierten Sportarten für die Jüngsten und Senioren. Als Zeitvorgabe für eine möglichst umfassende Umsetzung aller Projekte gilt die aktuelle Amtsperiode.

Quelle: RP
 
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