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Mönchengladbach
Noch mehr Proteste gegen Salafisten-Kundgebung

Fakten : Das fordern die Salafisten von Ehefrauen
Fakten : Das fordern die Salafisten von Ehefrauen FOTO: Screenshot Youtube
Mönchengladbach. Sollten sich die islamistischen Prediger Pierre Vogel und Sven Lau mit ihren Anhängern tatsächlich am 8. Februar zu einer Open-Air-Veranstaltung in der Stadt treffen, dann wird es etliche Gegendemonstrationen geben. Von Gabi Peters

Nicht nur die Bürgerinitiative Eicken kündigte eine Protestveranstaltung an, sondern auch das Mönchengladbacher Bündnis "Aufstehen für Menschenwürde". Das teilte ihr Sprecher Ferdinand Hoeren gestern mit. Sowohl das Bündnis als auch die Bürgerinitiative distanzieren sich allerdings deutlich von der rechtspopulistischen Organisation Pro NRW, die ebenfalls einen Aufmarsch plant, um so gegen die Rückkehr der Salafisten zu demonstrieren.

Damit wären bereits vier Kundgebungen für den 8. Februar in Eicken angekündigt. Ob sie alle stattfinden werden, ist fraglich. Denn selbst die Open-Air-Veranstaltung der Salafisten ist noch nicht genehmigt. Ein direktes Aufeinandertreffen von Islamisten und Pro-NRW-Anhängern versucht die Polizei sicherlich zu verhindern. Die Vorgespräche mit den Veranstaltern der Demonstrationen sind noch nicht abgeschlossen.

Im Dezember hatte Pierre Vogel, der unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, seine Rückkehr nach Mönchengladbach angekündigt. Im Internet rief er seine Brüder dazu auf, in der Stadt wieder aktiv zu werden. Sie sollten sich organisieren. "Der Sieg kommt nur mit krasser Gegenwehr", sagte Vogel in dem Video. Später wurde die Kundgebung unter dem Titel "Islamophobie in Mönchengladbach" angekündigt. Die Polizei bestätigte, dass die Salafisten auf den Eickener Markt wollen. Dort hatten sie vor gut drei Jahren nach der Schließung ihrer Moschee, für die es keine Nutzungsgenehmigung gab, zu öffentlichen Freitagsgebeten und Kundgebungen aufgerufen.

Quelle: RP
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